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Startseite: Presse

Das Glück der Schwalbe liegt auf dem Rücken der Pferde

Rückkehr der Frühlingsboten

Auf der Reitanlage Schwenken in Münster Amelsbüren ist einiges los: Neben Pferden und Hunden können auch jede Menge Rauchschwalben beobachtet werden. Bald beginnt die Brutzeit der beliebten Sommervögel - dann wird in den Ställen der Reitanlage noch mehr Vogelgezwitscher zu hören sein.

Der NABU Münsterland besuchte Familie Schwenken auf ihrer Reitanlage, um gemeinsam über das Thema Schwalben in Reitställen zu sprechen.

Rauchschwalben sind Langstreckenzieher, die während der kalten Jahreszeit südlich des Äquators überwintern. Wenn in Europa der Frühling einzieht, kommen auch die Schwalben zurück. 25 Paare suchten sich im vergangenen Jahr die Reitanlage Schwenken als Sommerquartier aus. Der familiengeführte Betrieb, der ehemals rein landwirtschaftlich genutzt wurde, gehörte damit im Hinblick auf die Rauchschwalbe zur Top 3 der Münsteraner Schwalbenstandorte.

Am liebsten bauen Rauchschwalben ihre Nester in offenen Gebäuden wie Scheunen oder Ställen bevorzugt mit Holzbalken. Durch die Zunahme geschlossener Tierställe, den Rückgang der landwirtschaftlichen Tierhaltung im kleinen bis mittleren Rahmen und die damit verbundene Umnutzung vieler ehemaliger Viehställe, fallen vielerorts Brutplätze für Rauchschwalben weg. Insbesondere in Reitställen finden die Zugvögel aber weiterhin gute Nistmöglichkeiten vor. Das liegt unter anderem an der offenen Bauweise, die, auch auf der Reitanlage Schwenken, beispielsweise durch Paddockboxen gewährleistet wird. Da deren Fenster nur durch Lamellenvorhänge geschlossen werden, können die Vögel jederzeit rein- und wieder rausfliegen. Gleichzeitig ist es nicht zu zügig. Die Pferde stört der Flugbetrieb nicht, vielmehr kommt ihnen zugute, dass Rauchschwalben sich hauptsächlich von fliegenden Insekten ernähren, die den Pferden ansonsten oft lästig werden. Als Nistmaterial dienen den Schwalben vor allem lehmige Erdklümpchen, aus denen dann zusammen mit Speichel und Haaren oder Grashalmen insbesondere an Balken oder unter Vorsprüngen Nester gebaut werden.

Moderne Architektur und geschlossene Bauten erschwert den Rauchschwalben den Nestbau. Daher sind offene Gebäude wichtig, um den Lebensraum der Vögel zu sichern. Dass sich insbesondere Reitställe eignen, zeigte der Besuch bei Familie Schwenken.

Frau Schwenken mit Pferd Sullivan (Foto: Markus Lütkemeyer)



Das zunehmende Insektensterben stellt eine weitere Gefahr für die Vögel dar, die auf Fliegen und Co. als Nahrung angewiesen sind. Auch darum eignen sich Reitställe gut als Lebensräume: Wo Pferde, Weiden und Misthaufen sind, mangelt es selten an Insekten. Für die Zukunft der Rauchschwalbenbestände im Münsterland und darüber hinaus können Reitställe also eine zentrale Rolle spielen, wenn sie naturnah gestaltet sind und den Vögeln die Chance gegeben wird, sich niederzulassen.

Hier noch einige Impressionen vom Besuch auf der Reitanlage:

Eine Stute mit ihrem Fohlen

Ein Rauchschwalbennest auf der Reitanlage

(Foto: Markus Lütkemeyer)

(Foto: Ludwichowski)







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