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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Artenvielfalt als Feldfrucht

Botanische Untersuchungen auf Sandäckern bei Steinhagen am 17. Juli

19. Juli 2021 - Ein gelbes Blütenmeer, so weit das Auge reicht, und vereinzelt ragen die reifen Ähren des Triticale-Getreides aus dem Pippau: Die Ackerflächen von Lasse General bei Steinhagen im Kreis Gütersloh erzeugen sicher keine reiche Ernte, dafür aber eine hohe Zahl von Pflanzen- und Insektenarten. Auf Wunsch des Jungbauern besuchte Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland am Samstag, den 17. Juli, den Bioland-Hof und erstellten eine vollständige Artenliste der Acker- wie auch der angrenzenden Grünlandflächen.

Artenvielfalt auf den Bioland-Äckern bei Steinhagen

Dabei wurden hochgradig gefährdete botanische Raritäten entdeckt: die beiden typischen Sandacker-Arten Kahles Ferkelkraut Hypochoeris glabra und Lämmersalat Arnoseris minima gelten beide als vom Aussterben bedroht laut Roter Liste NRW und sind von Naturschutzmaßnahmen abhängig. Dabei kommt gerade das Ferkelkraut auf den Ackerflächen bei Steinhagen zu Hunderten vor, außerdem weitere gefährdete Arten wie Sand-Mohn und Kleinfrüchtiger Ackerfrauenmantel – ein Glück, dass der Vertragsnaturschutz den Ertragsausfall durch unterbleibende Düngung und Pflanzenschutz weitestgehend ausgleicht: Von der kargen Ernte der angebauten Feldfrüchte Triticale und Erbsen könnte der Hof sicher nicht überleben - und Hövelmann freute sich, dass er vom reichlich fruchtenden Kahlen Ferkelkraut einige Fruchtstände mitnehmen konnte, um im Rahmen des Projektes "Artenreiche Feldflur in Münster" den Schau-Acker auf Haus Heidhorn zu beimpfen.

Lasse General und Thomas Hövelmann hatten sich auf einer Exkursionstagung auf dem bekannten Naturschutz-Hof Brechmann in der Senne kennengelernt. Von dort stammen auch einige der seltenen Pflanzenarten, die als Samen nach Steinhagen gelangt sind. Aber nicht nur die Pflanzenvielfalt begeisterte den Münsteraner Botaniker: die Blütenflor wurde auch von zahllosen Insekten besucht, von Hosenbienen mit reichlich gefüllten Pollentaschen an den Beinen, Blutbienen, Goldwespen, Ochsenaugen, Heupferde und zahlreichen Wildbienen- und Schwebfliegen-Arten – Artenvielfalt als Feldfrucht.




Lasse General (links) zeigte Dr. Thomas Hövelmann die vielfältigen Pflanzenarten auf seinen Ackerflächen




Demnächst vielleicht auch im Acker auf Haus Heidhorn: das vom Aussterben bedrohte Kahle Ferkelkraut Hypochoeris glabra

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