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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Werselandschaft und Fischtreppe

Die historische Pleistermühle zählt sicherlich zu den markantesten Bauwerken und den am besten erhaltenen alten Mühlenanlagen an der Werse. Malerisch gestaltet sich die oberhalb liegende Flusslandschaft mit beeindruckenden Au- und Bruchwaldresten. Unterhalb des für den Mühlenbertrieb errichteten Sperrwerks weitet sich die Werse seenartig aus, gesäumt mit Seerosen-Teppichen und überhängenden alten Weiden.

Trotz der idyllischen Kulisse stellt das Stauwehr der Pleistermühle und der zahlreichen weiteren Stauanlage ober- und unterhalb der Mühle einen gravierenden Eingriff in das Ökosystem der Flusslandschaft dar, denn aus dem eigentlichen Fließgewässer wird so eine Reihe nacheinander geschalteter Stillgewässer. Den meisten unserer Fließgewässer wurden durch Begradigung, Ausbau und Anstau ihre natürlichen, dynamischen Eigenschaften genommen. Viele größere Bäche und Flüsse wurden in der Vergangenheit angestaut, um Wassermühlen oder auch Fischerei zu betreiben. Was der Energiegewinnung dient, ist für die aufwärts wandernden Fische und Kleinlebewesen ein meist unüberwindliches Hindernis. Dabei sind alle Fließgewässerorganismen auf die Durchwanderbarkeit der Gewässer angewiesen.

Um die Werse wieder "durchgängig" zu machen und wandernden Tieren den etwa 2,2 m hohen Aufstieg zwischen Unter- und Oberwasser des Flusses zu ermöglichen, wurde eine 170 m lange Fischaufstiegsanlage - kurz "Fischtreppe" - gebaut. Das naturnah gestaltete Umgehungsgerinne kombiniert kaskadenartige, mit durchlässigen Steinschwellen versehene Abschnitte und beruhigte Flachwasserbereiche. Bei der Gestaltung des künstlichen Bauwerks macht man sich das besondere Verhalten der wandernden Fische und anderen Wasserorganismen zunutze, sich beim Aufstieg an starken Wasserströmungen zu orientieren und diesen entgegen zu schwimmen. Der Wechsel stärker fließender Steinschwellengerinne und beruhigter Flachwasserbereiche ermöglicht den Tieren einen etappenweisen Aufstieg mit eingelegten "Verschnaufpausen", so dass sie ins Oberwasser der Werse abschwimmen und ihre Wanderung fortsetzen können.

Bereits zwei Jahre nach Fertigstellung der Fischtreppe wurden bei Untersuchungen in den Jahren 2002 und 2003 wieder 18 Fischarten nachgewiesen. In dem neuen Umgehungsbach leben mittlerweile zahlreiche Tiere, die sich wunderbar vom Rande aus beobachten lassen. Auch die Steine im Wasser bieten ideale Ansitzwarten, um Libellenlarven, Wasserkäfer und kleine Fische aufzuspüren. Auf der benachbarten Wiese kann man herrlich die Seele baumeln lassen, dem regen Treiben auf der Werse zuschauen - nicht nur Bläss- und Teichrallen, Enten und natürlich Eisvögel haben das Gewässer für sich entdeckt, sondern auch viele Kanuten, die an der Mühle ein- und aussteigen - und natürlich die Füße in das kühle Nass eintauchen.


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