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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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48165 Münster

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Fax: 02501 - 9719438
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Wassergewinnungsanlage Gittrup

Das Trinkwasserschutz auch positive Auswirkungen auf den Naturschutz haben kann, ist gut am Beispiel der Versickerungsbeckenanlage in Münster-Gittrup zu sehen.  Ausschlaggebend ist, dass, um das kostbare Nass zu schützen, der direkte Nährstoffeintrag in dem Trinkwasserschutzgebiet unterbunden ist. Davon profitieren Pflanzenarten, die als "Asketen" zwar gut mit Nährstoffmangel klarkommen, dem Konkurrenzdruck düngeliebender, hochwüchsiger  Arten jedoch nicht gewachsen sind.

 
Das etwa 16 ha große, unmittelbar hinter dem Dortmund-Emskanal und bis fast an die Ems reichende Gelände dient den Stadtwerken Münster dazu, Oberflächenwasser aus dem Kanal zur Reinigung und Anreicherung des Grundwassers versickern zu lassen. Um die Versickerungsbecken herum breiten sich magere Grünlandflächen aus, die seit vielen Jahren keine Düngung mehr erhalten haben und sich daher mit der Zeit zu interessanten Magerwiesen und Sandmagerrasen entwickelt haben.

Vor allem eine artenreiche Insektenwelt, insbesondere zahlreiche gefährdete Wildbienen und Sandwespen, darüber hinaus Sandlaufkäfer und verschiedene Feldgrashüpfer, haben hier eine "neue Heimat" gefunden, nachdem die zuvor intensiv bewirtschafteten Flächen aus der Nutzung genommen wurden. Auch seltene Pflanzen, z.B. der anmutige Hasenklee, der unscheinbare Kleine Vogelfuß mit seinen krallenartigen (und Namen gebenden) Früchten oder das filigrane Kleine Filzkraut sind anzutreffen.

In das vielstimmige Konzert der Heuschreckengemeinschaft mischt sich seit einigen Jahren ein zuvor nicht zu hörender Gesang: das Zirpen der seltenen Feldgrille. Mit Erfolg hat die NABU-Naturschutzstation hier, in 2004, Feldgrillen angesiedelt. Dafür wurden aus der Spenderpopulation in der Hohen Ward 5 Feldgrillenpärchen entnommen und deren Larven in Terrarien erfolgreich aufgezogen. So konnten im August 2004 über 2000 junge Feldgrillen ausgesetzt werden, die sich in den Folgejahren reproduziert haben. Von der Versickerungsanlage aus sollen sich die Feldgrillen entlang geeigneter Ausbreitungswege, z.B. der Ems oder sandiger Feldwege und Böschungen, in das Umland ausbreiten. Aufgrund der Isolation der bisher einzigen Population in Münster-Hiltrup wäre eine Besiedlung der Sandgebiete im Norden von Münster auf natürlichem Wege nicht möglich gewesen, obwohl durchaus geeignete Lebensräume vorhanden sind.

      

 

 

  

 

 

 

 







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