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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Heide und Sandmagerrasen am Hiltruper See

Direkt am Hiltruper See, einem beliebten Ausflugsziel am Rande der Hohen Ward, sind Teile einer historischen Kulturlandschaft erhalten, die vor 150 Jahren nicht nur die Hohe Ward, sondern nahezu alle Münsterländer Sandgebiete prägte: Sandheiden und Sandmagerrasen.

Heute zählen diese fast verschwundenen Gebiete wegen ihrer Vielzahl an seltenen, an die extremen Bedingungen der trockenen, kargen Lebensräume hervorragend angepassten Arten zu den besonders schützenswerten Biotopen unserer Heimat.

Bei Sandmagerrasen, auch Sandtrockenrasen genannt, handelt es sich um wärme- und lichtbedürftige, niedrigwüchsige Grasländer auf humusarmen, trockenen Sandböden. Neben dem zusammenhängenden etwa 3,5 ha großen Trockenrasen am Hiltruper See existieren in der Hohen Ward noch weitere, aber meist kleinflächige Magerrasen entlang sonnenbeschienener Sandwege, an exponierten Böschungen oder am Rande ehemaliger Sandgruben. Unter den herrschenden extremen Standortbedingungen - Nährstoffarmut, Trockenheit, große Temperaturschwankungen - hat sich eine relativ artenarme aber hochspezialisierte Tier- und Pflanzenwelt eingestellt. Zahlreiche Arten stehen auf der "Roten Liste der gefährdete Arten". An offenen Bodenstellen siedeln einjährige, sehr konkurrenzschwache und unscheinbare Pionierpflanzen wie Frühlingsspark, Bauernsenf und Schmielenhafer sowie das bläuliche, feinblättrige Silbergras. Inmitten der bräunlichen, leicht vertrocknet wirkenden Grasflächen bilden die Blütenstände vom Berg-Sandglöckchen, Wilden Stiefmütterchen und Kleinen Habichtskraut auffällige Farbtupfer.

Nicht nur gefährdete Pflanzenarten, auch zahlreiche seltene, licht- und wärmebedürftige Heuschrecken-, Wildbienen und Käferarten besiedeln die mageren Grasfluren. Besonders bemerkenswert ist das Vorkommen der Feldgrille in der Hohen Ward. Die männlichen Tiere dieser in Nordrhein-Westfalen stark gefährdeten Heuschreckenart erzeugen einen sehr wohlklingenden Gesang, der an warmen Tagen im Mai oder Juni über 50 m weit und bis tief in die Nacht hinein vernehmbar ist. Ein solches Konzert der als "Hiltruper Philharmoniker" bekannten Feldgrillen ist ein ganz besonderes Naturerlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Auf vegetationslosen, sonnigen Sandflächen fallen leicht die Nester solitär lebender Wildbienen und Grabwespen auf. Immer wieder sieht man die Tiere durch kleine Bodenlöcher verschwinden, wo sie ihre in Erdnestern lebende Brut mit Nahrung versorgen. Meist in Bewegung und am Boden sitzend hervorragend getarnt sind die räuberischen, metallisch glänzenden Sandlaufkäfer. Ihre Larven graben kleine Gänge, in denen sie, kaum zu erkennen, auf vorbeikommende Beute lauern.







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