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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Startseite: Presse

Artenschutz durch richtige Bodenbearbeitung

Rücksicht auf brütende Kiebitze

Kaum werden die Frühlingstage endlich wärmer, beginnt auch der Kiebitz mit der Brut - leider häufig auf Maisfeldern, die in diesen Tagen ebenfalls bestellt werden. Die zu Beginn der Brutzeit noch offenen Flächen sind für den vorsichtigen Vogel sehr attraktiv. Bei der vorbereitenden Bodenbearbeitung geht dann meist jedoch das erste Gelege verloren. Werden die notwendigen Bodenbearbeitungen vom Landwirt so organisiert, dass nur maximal fünf Tage zwischen den Arbeitsschritten liegen, kann der Vogel dann wenigstens sein Ersatzgelege ohne weitere Verluste durch Bodenbearbeitung ausbrüten. So kann mit vergleichweise wenig Aufwand effektiver Artenschutz betrieben werden. "Unseren Vorschlag hat sogar schon der Landwirtschaftsverband in Münster seinen Landwirten empfohlen," ist sich Kristian Mantel von der NABU-Naturschutzstation über die Erfolgsaussichten sicher.
Sinnvolle Ideen tun beim Kiebitzschutz Not: "Der Eindruck der letzten Wochen, es gäbe doch massenhaft Kiebitze, ist leider grundfalsch!", erläutert Mantel, "die großen Schwärme waren auf ihrem Zug nach Norden durch die anhaltende kalte Witterung aufgehalten worden." Nun seien sie jedoch weiter gezogen und besetzten ihre Reviere in ganz Norddeutschland und den angrenzenden Ländern. "In Wirklichkeit ist der Kiebitz eine der am stärksten gefährdeten Vogelarten unserer Kulturlandschaft, durch den Wandel der Arbeitsweisen und das fehlende Nahrungsangebot aufgrund des wirkungsvollen Biozideinsatzes. Wir beobachten seit längerem einen viel zu geringen Bruterfolg. Lediglich jedes siebte Brutpaar schafft es im Durchschnitt ein Junges aufzuziehen. Damit die Bestände nicht abnehmen wäre aber ein Jungvogel pro Brutpaar notwendig," schildert Mantel die Lage, "wenn sich daran nichts verbessert, ist die Art etwa 2030 bei uns ausgestorben."  Der Kiebitz ist dabei nur der auffälligste Vertreter der stark gefährdeten Feldvogelarten. Um das Schicksal von Feldlerche, Goldammer, Schafstelze und Rebhuhn ist es nicht besser gestellt. Und einen stummen Frühling ohne die charakteristischen Rufe und Flugkunststücke unseres "Kiwitts" möchte sich auch in Münster niemand vorstellen.  Die Feldlerche ist in Münster bereits weitestgehend verstummt.




Gegen den Trecker hilft auch die beste Tarnung nichts - Kiebitznest im Maisacker (Bild: NABU/Ingo Ludwichowski)




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