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NSG Wolbecker Tiergarten

NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Startseite: Münsterland entdecken > Naturschutzgebiete Stadt Münster > NSG Wolbecker Tiergarten

NSG Wolbecker Tiergarten

 

Pano 

Der Wolbecker Tiergarten erstreckt sich über eine Fläche von 288 Hektar im äußersten Südosten von Münster. Im Norden und im Westen grenzt der Tiergarten an den Stadtteil Münster-Wolbeck, im Süden wie im Osten stellt er die Grenze zum Kreis Warendorf dar. Das seit 1953 bestehende NSG ist ein Waldgebiet, an das das Waldgebiet Tiergartenheide anschließt. Durch die Angel, die von Osten nach Westen durch den Wald fließt, wird der Tiergarten in einen kleineren nördlichen Teil und einen größeren südlichen Teil getrennt. Den nördlichen Teil bezeichnet man auch als Kellingholz. Die Wege des Tiergartens sind rasterförmig angelegt. Nur die Straße Tiergarten ist asphaltiert, ansonsten dominieren typische Waldwege. An insgesamt drei Stellen befinden sich Brücken über die Angel.
Mit seinem naturnahen Laubbaumbestand aus Hainsimsen-Buchenwald bzw. Stieleichen-Buchenwald stellt der Wolbecker Tiergarten ein Naturschutzgebiet von überregionaler Bedeutung dar. Hauptsächlich dominieren durch forstliche Eingriffe Buchen, die überwiegend auf Pseudogley stocken. Auf diesen Standorten sind die Buchen allerdings durch Stürme besonders gefährdet. Der oft hohe Grundwasserspiegel wird durch ein Netz von Entwässerungsgräben reguliert.

kleiber salamander weg
Der Wolbecker Tiergarten gilt totholzreich. Das macht das Gebiet als Lebensraum für Flechten und Moose sowie Insekten besonders interessant. Bereits im 19. Jahrhundert wurde über den seltenen Pflanzen- und Tierbestand berichtet. Heute sind es insbesondere Amphibien, Fledermäuse und höhlenbrütende Vögel wie der Mittelspecht aber auch ein Wespenbussardvorkommen, die besondere Beachtung verdienen. Eine Feuersalamander-Population lebt im Wolbecker Tiergarten, die isoliert ist. Die nächste Nachbarpopulationen gibt es erst in rund 20 km Entfernung.
Die Gründe für diesen Artenreichtum liegen insbesondere in der landschaftlichen Geschlossenheit des Wolbecker Tiergartens und in seiner für münsterländische Verhältnisse überdurchschnittlichen Größe. Der wesentlichste Aspekt dürfte die Tatsache sein, dass dieser Wald selbst die mittelalterlichen Rodungen und Waldverwüstungen dank der fürstbischöflichen Protektion vergleichsweise gut überstanden hat. Nicht wenige Bäume weisen ein Alter von 200 Jahren auf, der älteste Baum soll die Donnereiche mit einem Alter von 300 Jahren und einem Stammumfang von 4,70 m sein.
Dieser Lebensraum hat aufgrund der vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt regionale und europaweite Bedeutung für den Naturschutz und ist demzufolge Teil des europäischen, ökologischen Netzwerks Natura 2000. Seit September 2004 ist der Tiergarten in Wolbeck offiziell als FFH- Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Schutzziel ist es den wertvollen Altbestand aus zum Teil über 200 Jahre alten Eichen und Buchen sowie die verschiedenen Waldgesellschaften zu erhalten mit naturnaher Waldbewirtschaftung.




 




 

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