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Regionale Biotopverbundplanung

Die Laubfroschbestände in NRW müssen regional betrachtet werden, um an die jeweilige Situation angepasste Schutz- und Biotopverbundkonzepte entwickeln zu können. Daher werden die Konzepte für die Schwerpunktregionen mit Schutzmaßnahmen separat vorgestellt:

1. Münsterland
2. Ostwestfalen  (hier noch nicht dargestellt)
3. Rheinland (hier noch nicht dargestellt) 


Münsterland




Das Schutzkonzept orientiert sich an den bestehenden Laubfroschvorkommen und der Eignung der Korridore zwischen diesen als Landlebensräume. Im ersten Schritt werden die Populationen durch geeignete Pflegemaßnahmen an den Gewässern und die Neuanlage von Laichgewässern gestärkt. Im zweiten Schritt können dann im noch von den Tieren aus eigener Kraft erreichbaren Umfeld der Bestände neue Lebensräume geschaffen werden. In der Regel sind dies im Bereich feuchter Grünländer oder auf Brachflächen neue Laichgewässer oder es werden potentiell geeignete Gewässer saniert. Ziel ist es, in den Ausbreitungskorridoren Lebensraumkomplexe zu etablieren, die optimale Gesamtlebensräume bieten.



Bislang lag der Schwerpunkt der Schutzmaßnahmen im Zentrum der großen Laubfroschvorkommen östlich von Münster, im Kreis Warendorf und im Coesfelder Raum. Auch im Bereich kleiner Restvorkommen von großer strategischer Bedeutung für die Umsetzung des Konzeptes wurde die Herrichtung von Laichbiotopen und der Grunderwerb konzentriert. Hierzu gehört der grünlandreiche Altenberger Höhenrücken zwischen Münster und Nordwalde mit seinen angrenzenden Landschaftsräumen. Außerdem wurden im Raum Ochtrup, in der Dinkelniederung bei Heek und Legden und im Umfeld von Nottuln Gewässer angelegt oder optimiert. So soll erreicht werden, dass die Vorkommen im Raum Münster mit denen im Kreis Coesfeld, die im Coesfelder Raum mit denen in der Gegend von Metelen und Heek sowie die im Münsteraner Raum mit denen im Altkreis Tecklenburg vernetzt werden. Regional treten weitere Schutzziele, wie die Vernetzung mit den niederländischen Vorkommen sowie die Bestandsstützung wichtiger Bestände im Raum Ochtrup/Bentheim hinzu. Nach Osten soll die Vernetzung der Vorkommen im Kreis Warendorf mit denen im Gütersloher Raum gelingen und im Südosten eine Verbindung in das Lippetal geschaffen werden.