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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Fax: 02501 - 9719438
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Indianerpflanze, Wildes After Eight und Co.

Ganztägige Radtour zum Thema essbare Wildkräuter mit Ann-Kathrin Will

14. April 2019 - Alle Welt spricht von Goji-Beeren, Chiasamen und vielen anderen Superfoods. Doch nur wenige wissen, dass auch unsere heimischen Wildkräuter durchaus mit den Exoten aus fremden Ländern mithalten können. Rund um das heimische Superfood ging es am vergangenen Sonntag, den 14. April, bei der Radtour mit Ann-Kathrin Will und Christopher Reith von Haus Heidhorn über Albersloh entlang der Werse zurück zur NABU-Naturschutzstation Münsterland. Die Gruppe aus knapp zwanzig Teilnehmern machte sich bei strahlendem Sonnenschein auf in den kulinarischen Dschungel rund um Münster.

Am ersten Halt, einer unscheinbaren Wiese am Wegesrand, stach einem sofort die Rote Taubnessel ins Auge. Erkennbar ist der Lippenblütler am 4-kantigem Stängel und natürlich den lippenförmigen roten Blüten. Diese kann man einfach von der Pflanze abziehen und den Nektar aussaugen. Die Blätter eignen sich zum Verkochen in zum Beispiel einer Quiche und auch den Stängel kann man kleinhacken und beispielsweise einem Salat untermischen. Die Taubnessel heißt übrigens taub, weil sie im Gegensatz zur ähnlichen Brennnessel nicht brennt.

Ein Stück weiter fanden wir den weitverbreiteten Gundermann, auch "Wildes After Eight" genannt. Hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Lippenblütler mit 4-kantigem Stängel, der schokoliert einen ähnlichen Geschmack wie das beliebte After Eight entwickelt.

Ann-Kathrin Will (in Warnweste) erklärt genau, woran man die Schafgarbe erkennen kann

An der nächsten Station, einem kleinen Haufen aus Erde und Sand am Waldrand, wuchs ein Tellerkraut-Feld. Tellerkraut hat das markante Kennzeichen, dass seine Blüten direkt auf dem Blatt sitzen. Diese Pflanze gibt es sogar in ausgewählten Läden zu kaufen und eignet sich hervorragend als Salat-Ersatz. Da hat so mancher Teilnehmer sich einen Ableger für den eigenen Garten mitgenommen.

Danach gab es erstmal eine kleine Stärkung für alle. Die Leiter hatten selbstgemachte Kräutersuppe auf Kartoffelbasis mit Brennnesseln und Tellerkraut vorbereitet und an alle Teilnehmer verteilt. Durch das Erhitzen der Brennhaare musste auch keiner Angst haben, sich die Zunge zu „verbrennen“.

Das super-duper-Heimfood schlechthin fanden wir dann am nächsten Halt, das auch bei Kindern beliebte Klebkraut. Aufgrund der Kletteigenschaft sollte man das Kraut vor Verzehr entweder zerkleinern oder kochen. Doch dann ist es eine wahre Vitaminbombe. Und auch der von jedem Gärtner gehasste Giersch findet in der Küche als Pesto oder Spinatersatz seinen Platz.

Der bei Kindern als Indianerpflanze bekannte Spitzwegerich ist ein super Outdoor-Survival-Held. Er hilft bei Insektenstichen, Husten und Blasen, kann aber auch in Pesto oder anderem verarbeitet werden. Auch unsere heimischen Laubbäume wie Rot- und Hainbuche, Linde und Birke können kulinarisch genutzt werden.

Generell sollten Wildkräutersammler vor allem im Frühjahr losziehen, da zu dieser Zeit die Pflanzen leichter zu verdauen sind und noch nicht so viele Bitterstoffe entwickelt haben. Man sollte jedoch immer nur so viel pflücken, dass die Natur noch nachwachsen kann, denn sonst geht man im nächsten Jahr leer aus. Außerdem ist es wichtig, sich lokal über geschützte Arten zu informieren und zu wissen, dass im Naturschutzgebiet absolutes Pflückverbot herrscht. Die gepflückten Pflanzen kann man am besten in Kräutersalz, Kräuteröl oder Pesto konservieren und so die Freude an ihrem Geschmack verlängern.

Am Ende der Tour gab es dann noch für alle Teilnehmer ein großes, von Ann-Kathrin und Christopher vorbereitetes Buffet mit Quiches, Kräuterpfannkuchen, Kräuterbutter, Pesto und vielem mehr. So konnten alle nach der anstrengenden Fahrt wieder neue Kraft und Vitamine tanken, und das ganz ohne Goji-Beere, Chiasamen und Co.

Text und Bilder: Katharina Wiegand; die Bachelor of Science der Biowissenschaften absolviert derzeit ein freiwilliges Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland

Diese und mehr als 130 weitere attraktive Veranstaltungen finden Sie im Jahresprogramm der NABU-Naturschutzstation Münsterland, das an vielen Stellen kostenlos ausliegt und hier als PDF zum Download (2,5 MB) bereit steht.




Nicht nur Pflanzen konnten wir entdecken, auch dieser kleine Himmelblaue Blattkäfer zwischen der Wasserminze entging uns nicht




Entlang der Gleise ging es Richtung Rinkerode wieder zurück nach Haus Heidhorn

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