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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

Tel. 02501 - 9719433
Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

Bankverbindung:
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BLZ 400 501 50
Konto-Nr. 26 00 52 15

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Was sind Tätigkeiten einer Biologischen Station? - Agrarreferendare zu Gast bei der NABU-Naturschutzstation

14. September 2021 - Am vergangenen Freitag, den 10. September, besuchten sieben Agrarreferendare des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW in Begleitung ihres Mitausbilders Peter Schütz (stv. Pressesprecher MULNV) die NABU-Naturschutzstation Münsterland auf Haus Heidhorn in Münster-Hiltrup.

Im Agrarreferendariat werden Nachwuchskräfte für Positionen im höheren agrarwirtschaftlichen Dienst des Landes NRW ausgebildet. Zukünftige Anstellungen können bei der Landwirtschaftskammer oder anderen öffentlichen Behörden sein. Der Besuch einer nach dem Förderkonzept des Landes NRW anerkannten Biologischen Station gehört regelmäßig zur Ausbildung der zukünftigen Agrarreferendare, die bereits ein Hochschulstudium der Agrarwissenschaften oder vergleichbarer Studiengänge abgeschlossen haben.

Einleitend stellte wissenschaftliche Mitarbeiterin Aline Förster die Aufgaben, aktuellen Projekte und Finanzierung der NABU-Naturschutzstation Münsterland vor. Dabei stießen naturgemäß die Projekte in Kooperation mit der Landwirtschaft auf großes Interesse.

Im Mittelpunkt stand danach das Thema Biodiversitäts- und Klimakrise. Dabei zeigte der wissenschaftliche Mitarbeiter Kristian Lilje auf wie dramatisch es um das Fortbestehen vieler bekannter (Kiebitz) oder auch weniger bekannter Arten steht (Helm-Azurjungfer). „Doch nicht zuletzt gerät auch unsere Lebensgrundlage durch Extremwetterereignisse, schmelzende Polkappen und Permafrostböden sowie steigender Temperaturen und Ozeanspiegel zunehmend in Gefahr. Es muss jetzt an vielen Stellschrauben gedreht werden, damit eine lebenswerte Zukunft auf dem Planeten gesichert wird, wie z.B. in Brüssel bei der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik.“ gibt Lilje zu Bedenken und zeigt Lösungswege aus der Krise..

Wahre Hotspots für Biodiversität in der Offenlandschaft

Als einen Lichtblick in seiner Arbeit und zur Sicherung von Artenvielfalt beschreibt Lilje die Ganzjahresbeweidungsprojekte der NABU-Station. Die NABU-Naturschutzstation hat als landwirtschaftlicher Betrieb fünf Ganzjahresweideflächen mit großen Pflanzenfressern eingerichtet, die sich durch die Fraßtätigkeit der Rinder und Pferde entsprechend der Standortpotentiale zu arten- und strukturreichen Landschaften entwickeln. Das stellte die Referendare beim anschließenden Ausflug in das Beweidungsgebiet Emmerbachaue im FFH-Gebiet Davert mit eigenen Augen fest. Auf dem 25 ha großen Gebiet stehen aktuell vier Konik-Pferde und acht Heckrinder. Die Viehdichte entspricht den Vorgaben des Vertragsnaturschutzes für extensive Weidetierhaltung mit maximal 0,5 Großvieheinheiten pro Hektar. „Was für eine Idylle.“, bemerkte einer der Teilnehmer und stellte so gleich Überlegungen an, wie diese Konzepte auf landwirtschaftliche Betriebe übertragen werden könnten.

Eine Führung über das Gelände von Haus Heidhorn rundete den Besuch der Refendare ab. Geblieben sind viele interessante Eindrücke und sicherlich auch die Motivation die Herausforderungen unserer Zeit anzupacken.


Besuch der Agrarreferendare des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW auf Haus Heidhorn. (Foto: A. Freude-Waltermann)




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