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Start in Hoetmar-Freckenhorst

Vorstellung der Ergebnisse des Kiebitz-Projekts bei den Jahreshauptversammlungen der WLV-Ortsverbände

Alljährlich finden in den Wintermonaten vielerorts Jahreshauptversammlungen der Ortsverbände des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) statt. Themen aus dem Bereich Naturschutz werden dabei oft nur am Rande behandelt. Die Landschaftsökologin Aline Reinhard von der NABU-Naturschutzstation Münsterland stellt in diesem Jahr in einigen Ortsverbänden die Ergebnisse aus dem Kiebitz-Projekt im Kreis Warendorf vor und rückt den beliebten Feldvogel damit in den Fokus.

Zur Winterversammlung des WLV-Ortsverbandes Hoetmar/Freckenhorst am vergangenen Montag, den 11. November, lud Ortsverbandsvorsitzender Peter Stork ein. Nach einem Grußwort seinerseits und verbandsinternen Wahlen, berichtete Aline Reinhard den rund 60 anwesenden Landwirten von den Ergebnissen der kreisweiten Kiebitzerfassung 2017 sowie dem groß angelegten Gelegeschutz-Projekt.

Im Kreis Warendorf gibt es noch ca. 575 Kiebitzpaare. Über 80 % der Gelege sind durch Bewirtschaftungsvorgänge auf Ackerflächen während der Brutzeit gefährdet. Durch Markieren und Umfahren der Nester beim grubbern oder Mais legen können sie geschützt werden. Jedoch verhungern viele Küken aufgrund von Insektenmangel und fehlender Habitatstrukturen auf den frisch bestellten Maisäckern. Brachliegende Teilflächen, sogenannte Kiebitzinsel schaffen Abhilfe: Flächen in einer Größe von 0,5 - 2 Hektar bleiben unbearbeitet, woraufhin sich blühende Ackerkräuter entwickeln, welche Insekten anlocken und so den Kiebitzküken Nahrungsgrundlage für die ersten Lebenswochen bieten. Diese Maßnahme wurde von 2015 bis 2017 im Münsterland erfolgreich erprobt.

Im Anschluss an den Vortrag stellten interessierte Landwirte konkrete Fragen zu den Kiebitzinseln, zur Optimierung der Greeningflächen aus Gesichtspunkten des Artenschutzes und zum Vertragsnaturschutz, aber auch kritische Fragen über die Prädatoren und die Verlustursachen der Kiebitzküken.

Abschließend plädierte Ulrich Bultmann, Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer-Kreisstelle Gütersloh/Münster/Warendorf, an die anwesenden Landwirte, dass der Insektenrückgang nicht abzustreiten sei und Blühstreifen sowie Brachflächen nicht nur den Insekten Lebensraum, sondern auch Vögeln wie dem Kiebitz Nahrungsgrundlage und Rückzugsort sichern können.

Herr Stork beendete dieses Themenfeld mit dem Aufruf, dass die NABU-Mitarbeiter allein nicht alle Ackerflächen betreuen können und sich Interessierte aus Kreisen der Landwirtschaft oder Jägerschaft in Zusammenarbeit mit der NABU-Naturschutzstation Münsterland gerne an der Nestmarkierung auf unbestellten Ackerflächen beteiligen mögen.




Aline Reinhard von der NABU-Naturschutzstation Münsterland stellte aktuelle Ergebnisse und erste Erfolge des Kiebitzschutzes im Kreis Warendorf vor (Text und Foto: Lina Breulmann)




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