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Stell Dir vor, es ist Frühling, und kein Vogel singt...

Umfrage zur NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel" in Münster

Am zweiten Januar-Wochenende hatte der NABU bundesweit seine diesjährige Zählaktion "Stunde der Wintervögel" durchgeführt. Über die Gründe für den dabei festgestellten deutlichen Rückgang kursierten anschließend verschiedene Theorien - unter Experten und in den Leserbriefen. Die beiden Studentinnen der Biowissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, Jessica Rook und Laura Marquardt, nahmen diese Spekulationen zum Anlass, im Rahmen ihres Praktikums bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland vor verschiedenen Baumärkten in Münster eine Umfrage durchzuführen. Außerdem lagen die Fragebögen am Marktstand des NABU Münster auf dem Domplatz aus. Hier ihr Bericht:

"Laut der kürzlich aktualisierten Rangliste der bei der Stunde der Wintervögel erfassten Vogelarten hat sich der Bestand vieler Wintervögel, besonders einiger Meisenarten, in Münsters Gärten im Vergleich zum Vorjahr besorgniserregend verringert. Im Rahmen unseres Praktikums haben wir eine Umfrage zum Thema "Wintervögel" erstellt. Dabei fragten wir nach der subjektiven Einschätzung zum Bestand der Singvögel und Gründen für einen möglichen Rückgang. Gleichzeitig war die Befragung eine gute Gelegenheit, Menschen auf die NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel" aufmerksam zu machen.

Die erste Frage richtete sich auf die Art des Wohngebietes, da die Besiedlungsdichte einen Einfluss auf den Vogelbestand haben kann. Außerdem interessierte uns, ob die Befragten einen Garten bzw. Schrebergarten oder einen Balkon bzw. eine Terrasse zur Verfügung haben, da damit auch die Beobachtungsmöglichkeiten steigen würden. Die dritte Frage sollte uns Einblick geben in die Fütterungsgewohnheiten der Befragten. Unterschieden wurde zwischen Menschen, die ganzjährig Vögel füttern, nur im Winter füttern oder gar nicht füttern. Es ist bemerkenswert, dass etwas mehr als die Hälfte der Befragten die Vögel entweder ganzjährig oder zumindest im Winter füttert. Die übrigen Befragten füttern gar nicht, von denen jeweils die Hälfte keinen Garten oder Balkon hat.

Außerdem wurden die Personen nach ihrer Einschätzung gefragt, inwiefern sich der Wintervogelbestand in ihrem persönlichen Umfeld verändert hat. Die Mehrheit der Befragten konnte keine Veränderung im Bestand wahrnehmen. Nur 22% der Befragten schätzten den Bestand als rückläufig ein, während 14% der Befragten sogar eine Zunahme empfanden.

 

Es zeigte sich, dass die Bestandseinschätzung größtenteils unabhängig vom Wohngebiet, Beobachtungsmöglichkeiten und Fütterungsgewohnheiten der Befragten war. In jeder Kategorie schätzten die meisten Befragten, dass der Bestand gleichgeblieben ist. Es ist jedoch ein leichter Trend zu beobachten, dass städtisch wohnende Personen, sowie solche ohne Garten oder Balkon, und solche, die keine Vögel füttern, den Rückgang der Wintervögel am wenigsten bemerkt haben.

Für die weiteren Fragen haben wir die Menschen in den Fokus genommen, die einen Rückgang der Vogelwelt wahrgenommen hatten. In unserer Umfrage haben wir beispielhaft sechs häufig diskutierte Gründe genannt und die Befragten gebeten, uns die für sie plausibelsten zu nennen (Mehrfachnennungen waren möglich):

• Milde Winter (außerhalb der Gärten gibt es genug Nahrung)
• Vogelgrippe und andere Krankheiten
• Freilaufende Katzen
• Rabenvögel (Elstern, Krähen, Dohlen), Greifvögel (Sperber)
• Rückgang der Nahrung durch intensive Landwirtschaft (z.B. Maismonokulturen, Pestizide)
• Geringerer Zuzug von Vögeln aus dem Norden und Osten

Auch, wenn keiner der genannten Gründe als „Alleinschuldiger“ identifiziert werden kann, können einige der Ursachen durch ein geändertes Verhalten abgeschwächt werden, zum Beispiel durch den Verzicht auf Produkte aus industrieller Landwirtschaft oder die Schaffung eines naturnahen, strukturreichen Gartens. Die Teilnahme an Aktionen wie der Stunde der Wintervögel des NABU hilft, die Bestände großflächig zu erfassen und gleichzeitig das Bewusstsein der Bevölkerung für den Rückgang zu schärfen. Durch die erfassten Zahlen ist der Naturschutz in der Lage, sich gezielter für den Schutz der Vögel stark zu machen, wo immer er benötigt wird."




Sie führten die Umfrage zur NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel" durch: die beiden Praktikantinnen der NABU-Naturschutzstation Münsterland, Jessica Look (links) und Laura Marquardt




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