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Schönheit vor der Haustür

Siegerehrung des NABU-Fotowettbewerbs "Klatschmohn in Münster"

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah? Das könnte des Motto des Fotowettbewerbs "Klatschmohn in Münster" sein, den die NABU-Naturschutzstation Münsterland in Zusammenarbeit mit der Stadt Münster in diesem Jahr durchgeführt hatte. Mit der Ehrung der Sieger in der Umweltberatung der Stadt Münster fand die gelungene Aktion nun am vergangenen Montag, den 4. September, einen würdigen Abschluss.

"Dieser Fotowettbewerb zeigt deutlich, dass Münster buchstäblich vor der Haustür ausreichend schöne Motive bietet und es gar nicht erforderlich ist, für schöne Fotos weite Reisen zu unternehmen!" Stadtrat Matthias Peck, als Dezernent für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit für den gesamten Umweltbereich bei der Stadt Münster verantwortlich, brachte es auf den Punkt, und lobte bei der Gelegenheit das langjährige ehrenamtliche Engagement des NABU in Münster.

Gemeinsam mit Dr. Britta Linnemann, Vorstandsvorsitzende der NABU-Naturschutzstation Münsterland, Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des Kreisverbandes Münster im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband und der Naturfotografin Gisela Pölking hatte er aus fast zweihundert eingesendeten Bildern die Siegerbilder ermittelt. "Eine wirklich schwere Aufgabe und das knappe Ergebnis zeigt, wie hoch die Qualität der eingesendeten Fotos war," so Peck weiter.

In einer kleinen Feierstunde wurden den Siegerfotografen Urkunden und attraktive Buchpreise überreicht. Die Gewinnerin Dr. Ulrike Weßling, die mit einer aufblühenden Mohn-Knospe die Jury überzeugen konnte, hatte als Hauptpreis bereits an einem zweitägigen Fotoworkshop mit Gisela Pölking teilnehmen können. Beim anschließenden Beisammensein fand sich ausreichend Gelegenheit zum fachlichen Austausch über Naturfotografie und die Gefährdung der heimischen Wildpflanzen.

Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland, der den Wettbewerb organisiert hatte, war sehr zufrieden: "Die vielen tollen Einsendungen zeigen, dass die Menschen mit offenen Augen durch die Landschaft gehen und ein Auge für die Schönheit der Natur bewahrt haben - auch in einer Großstadt wie Münster."

Mit dem Fotowettbewerb möchte der NABU auf den Rückgang der Begleitflora unserer Äcker, aber auch auf die Bemühungen der Landwirtschaft, diesen aufzuhalten, hinweisen. Der Klatschmohn - Blume des Jahres 2017 - als vielleicht bekanntestes Acker-"Unkraut" steht dabei stellvertretend für viele weitere Arten wie Kornblume und Kamille, die allesamt stark zurückgegangen sind und damit auch einer Vielzahl von Insekten als Nahrungsgrundlage fehlen.

Die Siegerfotos können Sie hier anschauen: http://www.nabu-naturschutzstation-muensterland.de/presse/siegerbilder-fotowettbewerb-klatschmohn-in-muenster.html




Strahlende Gesichter bei der Siegerehrung des Fotowettbewerbs "Klatschmohn in Münster": stehend von links Dr. Thomas Hövelmann (NABU-Naturschutzstation Münsterland), Susanne Wasielewski (7. Platz), Dr. Britta Linnemann (NABU-Naturschutzstation Münsterland), Gerd Hoppe (5. Platz), Stadtrat Matthias Peck (Jury), Dr. Ulrike Weßling (1. Platz), Gisela Pölking (Jury); davor von links Heinz Kalab (2. Platz) und Anja Mai (7. Platz, mehrfach vergeben)




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