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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Die im Verborgenen wachsen...

Wochenend-Seminar zu heimischen Moosen und Flechten

18. November 2019 - Die im Verborgenen wachsen: Moose und Flechten standen im Mittelpunkt des Interesses beim Wochenend-Seminar des NABU-Münsterland am vergangenen Wochenende, 16.-17. November, im Umwelthaus Münster. Normalerweise übersehen und unbeachtet, überraschten die heimischen Kryptogamen - "die sich im Verborgenen vermehren" - mit einer erstaunlichen Vielfalt und nicht zu unterschätzenden Indikatorfunktion für den Natur- und Umweltschutz.

Nach einer kurzen Begrüßung und einem einführenden Vortrag von Kursleiter Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland lernten die knapp 20 Teilnehmer aus ganz Nordrhein-Westfalen am ersten Kurstag alles über die heimischen Moose. Der bundesweit anerkannte Experte Dr. Carsten Schmidt ging in seinem Einführungsvortrag zunächst auf die Systematik, den Generationswechsel und typische Standorte der Moose ein und zeigte Bilder einer ganzen Reihe leicht zu erkennender und häufiger Arten. Anschließend ging es mit einem gut zweistündigen Spaziergang in verschiedene Grünanlagen der Innenstadt von Münster, wo vor allem auf Mauern, alten Grabsteinen und an Bäumen Arten im Gelände gezeigt werden konnten. Abschließend bestand im Umwelthaus die Möglichkeit, sich aufzuwärmen und mitgebrachtes Material unter dem Binokular zu betrachten und zu bestimmen.

Am zweiten Kurstag ging es dann um die Flechten: Dr. Helga Bültmann stellte diese faszinierende Symbiose aus Pilzen und Algen in einem langen, einführenden Vortrag vor und zeigte anschließend auf einer längeren Exkursion entlang des Prozessionsweges charakteristische Arten der Innenstadt, die fast überall auf Gehweg-Platten und Bäumen wachsen. Im Anschluss und zum Abschluss des Kurses ging Dr. Bültmann eingehend auf die Indikatorfunktion von Flechten als Anzeiger für "sauren Regen", die Nitrat-Belastung der Luft und die Auswirkungen des Klimawandels ein.

Die Teilnahmer waren fasziniert von Schönheit und Vielfalt im Verborgenen und amüsierten sich prächtig über Artnamen wie "Wellenblättriges Schiefsternmoos", "Sparriger Runzelpeter" und "Gabeliges Igelhaubenmoos". Allerdings wurde an den beiden Tagen auch klar: Die Lebewelt im Verborgenen kann man nicht an zwei Tagen lernen, sondern für vertiefte Kenntnisse zu den Moosen und Flechten bedarf es jahrzehntelanger Erfahrung - und der Bereitschaft, sich an nasskalten November-Nachmittagen stundenlang mit der Handlupe mit dem Bewuchs an Baumstämmen und Grabsteinen zu beschäftigen!




Dr. Carsten Schmidt (2. von rechts) stellte auf einer Exkursion am ersten Kurstag typische heimische Moosarten in der Innenstadt von Münster vor (Foto: Britta Ladner)




Am zweiten Kurstag gewährte Dr. Helga Bültmann (rechts) im Kursraum und im Gelände einen Einblick in die faszinierende Welt der Flechten (Foto: Thomas Hövelmann)

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