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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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"Hier sind Schwalben willkommen“

Drei Auszeichnungen für schwalbenfreundliche Höfe in Münster

5. August 2020 - "Hier sind Schwalben willkommen“: An drei Höfe in Münster wurde in diesem Jahr die NABU-Plakette „Schwalbenfreundliches Haus" vergeben. Mit der Auszeichnung möchte der NABU den Hausbesitzern seine Wertschätzung zeigen, dafür dass sie den Schwalben an ihren Gebäuden einen Nistplatz bieten - denn die Bestände von Rauch- und Mehlschwalbe gehen in Nordrhein-Westfalen seit Jahren zurück. Ein Grund ist die mutwillige Beseitigung von Nestern aus Sorge vor zu viel Dreck. Dabei gibt es einfache Lösungen wie z.B. die Anbringung von Kotbrettern.

"Hier sind Schwalben willkommen“, so kann es jetzt jeder Besucher des Heuhotels Davert Karnickelhof der Familie Egger am Haus lesen. Bei der diesjährigen Schwalbenerfassung im Stadtgebiet Münster warben die Freiwilligendienstler Jannis und Frederik für den Schutz der Schwalben. Familie Egger hat sich daraufhin für die Schwalben-Plakette des NABU beworben, denn sie sind stolz darauf, dass die Schwalben jeden Frühling zu ihnen zurückkehren. „Wir freuen uns jedes Jahr auf’s Neue, wenn die Schwalben ihre Nester beziehen.“ Schwalben haben sich über die Jahrhunderte an die Nähe des Menschen gewöhnt: Sie sind sogenannte Kulturfolger. Die Schulkinder, die am Hof übernachten, haben hier die Möglichkeit, die eleganten Flugkünstler aus nächster Nähe beim Füttern der Jungvögel zu erleben.

Auch Irene Bentzin aus Münster-Albachten hat von der Schwalbenzählung mitbekommen und lud ein, auf ihrem Hof vorbeizukommen. Familie Bentzin gehört zu den zahlreichen Pferdenarren im Münsterland. Neben ihren Pferden fühlen sich auch die Rauchschwalben sehr wohl. Die Pferdeäpfel werden von vielen Insekten als Nahrung oder Brutstätte für die Larven genutzt. Diese Insekten, darunter vor allem Fliegen, werden wiederum von den Altvögel im Flug gefressen oder an die Jungen verfüttert. Acht Paare haben in diesem Jahr erfolgreich gebrütet.

Auf dem Milchviehbetrieb der Familie Reeken in Nienberge finden wir neben Rauchschwalben auch zahlreiche Mehlschwalben. Man hat den Eindruck, hier gibt es bald mehr Schwalben als Kühe. Insgesamt 45 Schwalbennester konnte Aline Förster, Landschafsökologin an der NABU-Naturschutzstation Münsterland, bei der diesjährigen Schwalbenerfassung auf dem Hof feststellen. Die Milchviehhaltung wurde in den letzten Jahrzehnten in vielen kleinen Landwirtschaftsbetrieben eingestellt und das trifft auch die Schwalben, die gern in den Viehställen nisten.

„Mitte der 90er Jahre gab es in Nienberge und Häger noch 35 Milchviehbetriebe mit 700 Rindern auf den umliegenden Weiden. Heute sind wir mit unseren 70 Tieren der letzte Milchviehbetrieb mit Weidehaltung, die damals fast selbstverständlich war, “ erklärt Hermann-Josef Reeken die Veränderung der Landwirtschaft. „Die Weidehaltung ist aufwändiger, als die ganzjährige Stallhaltung. Doch den Kühen tut die Bewegung gut und sie fühlen sich wohler“, sagt Sohn Johannes überzeugt. Herr Reeken erklärt, wie die EU-Subventionen für Grünland das Gleichgewicht am Pachtmarkt verändert und dazu geführt haben, dass die Weidehaltung verdrängt wurde und weiterhin abnimmt. Ein Glück für die Schwalben, dass sie auf dem Hof Reeken mit 30 ha Weidehaltung auch in den kommenden Jahren damit rechnen können, dass ihnen Fenster und Türe offenstehen und sie dort einen sicheren Brutplatz haben.

Mehr zur Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ auf: www.nrw.nabu.de







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