Termine Spenden Kontakt
Startseite
Über uns
Artenschutz
Lebensraumschutz
Landschaftspflege
Weidelandschaften
Umweltbildung / BNE
NABU-Regionalstelle
Naturschutz in der Stadt
Presse
Pressearchiv
Mitglied werden
Aktiv sein
Kontakt
Unsere Partner
Datenschutz
Impressum

NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

Tel. 02501 - 9719433
Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

Bankverbindung:
Sparkasse Münsterland Ost
BLZ 400 501 50
Konto-Nr. 26 00 52 15

IBAN DE 41 4005 0150 00 26 00 5215
BIC WELADED1MST

Startseite: Presse

Welcher Schmetterling fliegt da?

Schmetterlingskundlicher Freitagsspaziergang am „Tor zu Davert“

Freitag 13. Juli - Trotz der sehr sommerlichen Temperaturen fanden sich am Haus
Heidhorn vergangenen Freitag 45 große und kleine Interessierte für den letzten
Freitagsspaziergang des Jahres mit Thema „Schmetterlinge am Tor zur Davert“
ein.

Zu den Schmetterlingen gehören sowohl die farbenprächtigen Tagfalter als auch
die gemäßigter gefärbten, aber dennoch nicht zu unterschätzenden Nachtfalter.
Diese machen den größten Anteil der über 3000 Schmetterlingsarten in
Deutschland aus, die Tagfalter dagegen sind nur mit 180 Arten vertreten, wie
Exkursionsleiterin Dr. Berit Phillip den Teilnehmenden erläuterte.

Die Davert gilt gemeinhin als Schmetterlingswald, bis zu 30 Tagfalterarten kann
man hier beobachten. Viele Arten sind an Waldränder oder offene lichtbeschienene
Stellen im Wald angepasst, also an sehr strukturreiche Lebensräume. Dort
finden sie Bäume, auf die Sie teilweise zur Eiablage angewiesen sind, aber auch –
idealerweise - Nektarpflanzen. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn
entsprechende Vegetationstypen mit einem gewissen Pflanzenartenreichtum
vorhanden sind, denn viele Falterarten sind spezialisiert auf eine oder wenige
bestimmte Pflanzen.

Bei Haus Heidhorn gibt es deshalb unter anderem eine Fläche mit extensiven
Grünland, direkt am Rand der Davert, die grade noch in voller Blüte steht. Hier
findet z.B. der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) am Hornklee Nahrung.
Auch für den Star des Nachmittags, den beeindruckend großen Kaisermantel, sind die
Lebensbedingungen am Tor zur Davert sehr gut: Er legt seine Eier nämlich nur in
der Rinde von Nadelbäumen ab, in deren Nähe Veilchen wachsen. Diese dienen
als Futterpflanze für die Raupen, die wiederum überwintern und verpuppen sich
in und an den Nadelbäumen. Das erwachsene Tier findet genügend
Nektarpflanzen.

Zur Freude aller konnte der orange-schwarz gemusterte Falter mit der silbernen
Unterseite am Freitag mehrmals auf dem gemeinen Wasserdost sitzend
beobachtet werden.

Der Spaziergang führte über die Blumenwiese, am Waldrand entlang, an
Distelgebüsch und einem Teich vorbei bis in den Wald hinein. Immer, wenn sich
die Gelegenheit bot und ein Schmetterling zu sehen war, nahm sich Dr. Berit
Phillip die Zeit, diesen für die Teilnehmenden zu bestimmen und anhand
vergrößerter Fotografien die wichtigsten Bestimmungsmerkmale zu Erläutern. Mit
Tagpfauenauge, Ochsenauge, Grünader-Weißling und Schornsteinfeger seien hier
nur einige genannt. Immer wieder ließ die Exkursionsleiterin auch wissenswertes
und kurioses über die Tiere mit einfließen. Der Zitronenfalter beispielsweise
überwintert als erwachsenes Tier und kommt so auf stolze zehn bis elf Monate
Lebenszeit – die längste unter den heimischen Arten.

Text: Ronja Schmitz; Die Bachelor-Studentin der Landschaftsökologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster absolviert derzeit ein Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland




Dr. Berit Phillip erläutert die Merkmale des Hauhechel-Bläulings (Foto: Ronja Schmitz)




Ingesamt 45 Interessierte fanden sich zum Freitagsspaziergang bei tollstem Sommerwetter ein (Foto: Ronja Schmitz)

Suche 

Spenden Sie für den Schutz unseres Naturerbes !

Die Bewahrung der...



Weidetier-Patenschaften

Die Einrichtung von...



Nach oben...