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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

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Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

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Gemeinsam für den Artenschutz

Runder Tisch Artenschutz beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband in Münster tagte bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland auf Haus Heidhorn

22. Mai 2018 - Gemeinsam für den Artenschutz: am ersten Runden Tisch Artenschutz in Münster in diesem Jahr trafen sich am vergangenen Dienstag, den 22. Mai, wieder Vertreter des Naturschutzes, der Imker, der Jäger, der Stadt Münster und der Landwirtschaft zum Informationsaustausch und zur Planung gemeinsamer Aktivitäten. Gastgeber war diesmal die NABU-Naturschutzstation Münsterland auf Haus Heidhorn.

Unter der Leitung von Susanne Schulze Bockeloh, Vorsitzende des WLV-Kreisverbandes Münster (Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband), stellte Aline Reinhard von der NABU-Naturschutzstation Münsterland zunächst Fledermäuse und andere geschützte Arten auf landwirtschaftlichen Hofstellen vor. Dabei ging es insbesondere um den Artenschutz bei Sanierungen und dem Abriss von landwirtschaftlichen Gebäuden sowie um den Erhalt von Schwalbennestern.

Anschließend stellte Hendrik Specht von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft erste Ergebnisse des 2016 gestarteten Projektes zum Erhalt und zur Förderung artenreicher und widerstandsfähiger Niederwild-Populationen vor. Dabei werden im gesamten Münsterland 25 Eigen- und Genossenschaftsjagden beraten, welche Maßnahmen sich für die Stärkung der Population von Fasan, Rebhuhn und Co. eignen. Erfreulich war dabei die Erfahrung, dass sich fast drei Viertel der erreichten Jäger an den vorgeschlagenen Maßnahmen beteiligen.

Zuletzt berichtete Stefanie Feldmann von der Landwirtschaftskammer Münster von ihren Erfahrungen mit der einzelbetrieblichen Naturschutz- und Biodiversitätsberatung zur Förderung des Artenschutzes aus den letzten beiden Jahren. Hier wurden im gesamten Regierungsbezirk Münster bislang 230 Betriebe zu Maßnahmen wie die Anlage von Blühstreifen und -flächen und Uferrandstreifen sowie deren Fördermöglichkeiten beraten, von denen 70 % in die konkrete Umsetzung gelangten.

Die engagierten und konstruktiven Diskussionen zeigten das Interesse aller Teilnehmer, sich gemeinsam für den Artenschutz in der Agrarlandschaft einzusetzen. Mit der Einladung zum "Tag des Offenen Hofes" in Sprakel am kommenden Sonntag, den 27. Mai, schloss Schulze Bockeloh das Treffen. Die regelmäßigen "Runden Tische Artenschutz" dienen dem Informationsaustausch und finden ca. zweimal jährlich auf Kreisebene statt.




Die Teilnehmer des "Runden Tisches Artenschutz" unter Leitung von Susanne Schulze Bockeloh (vorne links) trafen sich auf Einladung von Dr. Britta Linnemann (vorne 2. von links) bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland (Foto: Marie-Christine Rieger)




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