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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
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48165 Münster

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Fax: 02501 - 9719438
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Scrollen, bis der Arzt kommt...

Workshop zur Einschätzung der Bestandsentwicklung heimischer Pflanzenarten im Münsterland auf Haus Heidhorn

9. Februar 2020 - Scrollen, bis der Arzt kommt...: fast 1.000 Arten lang war die Excel-Liste, die Vertreter der fünf Biologischen Stationen im Münsterland und weitere ausgesuchte botanische Kenner des Münsterlandes am vergangenen Donnerstag, den 6. Februar, auf Haus Heidhorn durchgingen. Unter Leitung von Dr. Thomas Hövelmann, Regionalstellenleiter der Floristischen Kartierung NRW und als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Botanik bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland zuständig, wurde für jede Art diskutiert und jeweils festgelegt, ob sich die Bestände in den letzten Jahren positiv, negativ oder gleichbleibend entwickelt haben.

Dabei wurde festgestellt, dass bei deutlich mehr Arten die Ampel auf "rot" (rückläufig) gesetzt werden musste, als dass positive Entwicklungen zu erkennen seien. Vor allem Arten des mesophilen - also wenig bis nicht gedüngten und entwässerten - Grünlandes und die Ackerwildkräuter befinden sich weiterhin auf Talfahrt. Zudem ist eine Vielzahl von Arten auf aktive Naturschutzmaßnahmen wie Entschädigungszahlungen im Vertragsnaturschutz oder Biotoppflege abhängig, ohne die es zu noch dramatischeren Ergebnissen gekommen wäre. Nur wenige Arten befinden sich in Ausbreitung, zum Beispiel als Gewinner des Klimawandels.

Hintergrund des Workshops ist die derzeit laufende Aktualisierung der Roten Liste gefährdeter Farn- und Blütenpflanzen in NRW, die in diesem Jahr die aktuell geltende Version von 2011 ablösen soll. Seit 2013 hatte dazu zahlreiche ehrenamtliche Helfer im Rahmen der Florenkartierung NRW des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW Bestände gefährdeter Pflanzenarten lagerichtig und mit einfachen Angaben zur Bestandesgröße erfasst. Auch im Münsterland hatten mehr als 100 Freiwillige fast 20.000 Datensätze auf dem Portal www.florenkartierung-nrw.de oder gleich im Gelände mit der App "Flora NRW" eingegeben. Diese Ergebnisse und die Erfahrungen der hauptamtlichen Botaniker aus den Biologischen Stationen der Kreise Borken in Zwillbrock, Steinfurt, Recklinghausen, Coesfeld und der NABU-Naturschutzstation Münsterland für Münster und den Kreis Warendorf bildeten die Grundlage der vorgenommenen Einschätzungen.

Am Ende des ganztägigen Workshop waren alle Beteiligten erschöpft, aber auch zufrieden und stolz auf die erbrachte Leistung. Die Ergebnisse werden nun an das LANUV NRW übermittelt und gemeinsam mit den Ergebnissen aus den anderen vier Regionen Nordrhein-Westfalens auf einer Klausurtagung Anfang April zur neuen Roten Liste zusammengesetzt werden, die dann voraussichtlich Ende 2020 als aktualisierte Entscheidungsgrundlage in Naturschutz und Planung zur Verfügung stehen wird.




In einem ganztägigen Workshop auf Haus Heidhorn diskutierten ehrenamtliche Botaniker und Vertreter der Biologischen Stationen des Münsterlandes die Bestandesentwicklung heimischer Farn- und Blütenpflanzen (Foto: Lisa Ellenberger)




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