Termine Spenden Kontakt
Startseite
Über uns
Artenschutz
Lebensraumschutz
Landschaftspflege
Weidelandschaften
Umweltbildung / BNE
NABU-Regionalstelle
Naturschutz in der Stadt
Presse
Pressearchiv
Mitglied werden
Aktiv sein
Kontakt
Unsere Partner
Datenschutz
Impressum

NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

Tel. 02501 - 9719433
Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

Bankverbindung:
Sparkasse Münsterland Ost
BLZ 400 501 50
Konto-Nr. 26 00 52 15

IBAN DE 41 4005 0150 00 26 00 5215
BIC WELADED1MST

Startseite: Presse

Alles außer Hornissen

Alljährliche Kontrolle der Hornissen-Nisthilfen

18. Februar 2019 - Alles außer Hornissen: Am vergangenen Donnerstag, den 14. Februar, fand die alljährige Kontrolle der Hornissen-Nisthilfen im Raum Münster statt. Zwei Praktikantinnen und ein Mitarbeiter der NABU-Naturschutzstation Münsterland reinigten die Nisthilfen von alten Wespennestern und anderen Hinterlassenschaften des vergangenen Jahres. In diesem Jahr wurden leider in keiner der 16 Nisthilfen verlassene Hornissennester vorgefunden.

Vor fünf Jahren hat die NABU-Naturschutzstation Münsterland 16 Nisthilfen an Waldrändern rund um Münster angebracht. Da ein bereits bestehendes Nest von den Hornissen nicht wiederverwendet wird, müssen die alten Behausungen aus den Nisthilfen entfernt werden. Außerdem zeigte sich, dass die Kästen oft auch von anderen Tierarten, wie z.B. Wespen und Faltern, genutzt werden, sodass diese vollständig von jeglichem Inhalt gereinigt wurden.

Weil der Bestand der Hornissen wie der vieler anderer Insektenarten unter Lebensraumzerstörung und Futtermangel leidet, steht diese größte heimische Wespenart unter Naturschutz. Die angebrachten Nisthilfen sollen den Hornissen einen Lebensraum geben und den Nestbau ermöglichen. Dafür erwacht die alte Königin im Mai aus der Überwinterung und macht sich auf Futter- und Nistplatzsuche.

Die Nisthilfen kommen dabei den bevorzugt angeflogenen Baumhöhlen sehr nah. Am ausgewählten Nistplatz werden die ersten Waben aus einer Mischung aus Holzraspeln und Speichel geformt, sodass die Eiablage erfolgen kann und erste Arbeiterinnen die Königin bei der Futtersuche unterstützen. Je mehr Arbeiterinnen schlüpfen und sich an der Futtersuche und dem Nestbau beteiligen, desto mehr konzentriert sich die Königin auf die Eiablage. Zwischen August und September schlüpfen Drohnen und Jungköniginnen, welche schließlich befruchtet werden und als Einzige die Überwinterung antreten.

Abgesehen vom Lebensraumverlust leidet die Hornisse zudem unter dem schlechten Ruf innerhalb der Bevölkerung und ihr Schutz wird daher oft nicht begrüßt. Dabei ist sie als Jäger von anderen Insekten ein wichtiger Faktor für das Gleichgewicht unserer Ökosysteme und verhält sich außerdem deutlich friedlicher als ihre Artverwandten. Auch ihr Stich ist nicht gefährlicher als der von Bienen oder Wespen, sodass man sich nicht von ihrer Größe und dem lauten Summen beirren lassen sollte.

In der Hornissenausstellung auf Haus Heidhorn können die eindrucksvollen Altbauten betrachtet werden und es gibt viel Wissenswertes zum Thema Hornisse. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Text: Kirsten Germing; die Bachelor of Science der Biowissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster absolviert derzeit ein freiwilliges Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland







Suche 

Spenden Sie für den Schutz unseres Naturerbes !

Die Bewahrung der...



Weidetier-Patenschaften

Die Einrichtung von...



Nach oben...