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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Fax: 02501 - 9719438
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Auch im Münsterland bedroht

Glatthaferwiese zur Pflanzengesellschaft des Jahres 2019 ausgerufen

15. Januar 2019 - Auch im Münsterland bedroht: Die Floristisch-soziologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (FlorSoz) ruft die stark bedrohte Glatthaferwiese zur Pflanzengesellschaft des Jahres aus. Damit sollen erstmalig nicht nur Einzelarten, sondern ganze Lebensgemeinschaften in das öffentliche Interesse gerückt werden.

"Glatthaferwiesen bieten Lebensräume für vielfältige Tier- und Pflanzenarten und sind eine wichtige Basis für Nahrungsnetze." betont der Diplom-Biologe Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland. Wildbienen, Schwebfliegen oder Schmetterlinge sammeln Nektar und Pollen. Extensiv genutzte Wiesen binden im Boden Kohlenstoff und tragen zur Erosionsminderung bei. Aufgrund der hohen Biodiversität und zahlreicher Ökosystemleistungen sowie wegen ihrer Schutzbedürftigkeit wurden sie als Lebensraumtyp in die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) der EU aufgenommen.

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren artenreiche und bunt blühende Wiesen im Münsterland weit verbreitet. In ihnen wachsen gemeinsam mit hochwüchsigen Gräsern wie dem Glatthafer auch auffällig blühende Wiesenblumen wie zum Beispiel Wiesen-Glockenblume, Wiesen-Storchschnabel, Scharfer Hahnenfuß, Wiesen-Platterbse und Wiesen-Margerite. Diese Frischwiesen wurden traditionell nur mäßig gedüngt und zweimal pro Jahr zur Heugewinnung gemäht.

"Als Biologische Station für die Kreise Warendorf und Münster außerhalb der Rieselfelder haben bei unseren Kartierungen seit Jahren die Artenverarmung in den Frischwiesen dokumentiert", so Hövelmann. Wesentliche aktuelle Gefährdungsursache ist die Intensivierung der Wiesennutzung. Durch zu intensive Düngung und zu häufige Mahdtermine, z.T. auch die Umwandlung in intensiv genutzte Mähweiden, kommt es zur Dominanz von Gräsern, während die bunt blühenden Kräuter nach und nach verschwinden. Andererseits wird insbesondere auf kleineren Wiesenparzellen, die oft noch besonders artenreich sind, die Nutzung aufgegeben, was ebenfalls zum Verlust der Artenvielfalt führt. In den vergangenen Jahrzehnten wurden auch viele Wiesen umgebrochen und als Ackerland genutzt.

Neben der Wiedereinführung einer Nutzung brachgefallener Wiesen oder einer Nutzungsextensivierung - beispielsweise durch Maßnahmen des Vertragsnaturschutzes - spielt zukünftig auch die Wiederherstellung artenreicher Frischwiesen eine bedeutende Rolle. Hierfür sollten nur Arten aus den jeweiligen Naturräumen verwendet werden, die entweder aus zertifizierter Wildpflanzenvermehrung stammen oder auf artenreichem Grünland über Direkternte gewonnen wurden. "Auch in den Städten und Dörfern des Münsterlandes können naturnah angelegte Frischwiesen in Grünanlagen, Parks oder privaten Gartenflächen zur Förderung der biologischen Vielfalt beitragen", regt Hövelmann an.




Artenreiche Glatthaferwiesen wie hier an der Ems bei Telgte kommen im Münsterland nur noch selten vor




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