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Stummer Frühling 2.0 – was kostet uns das Artensterben?

6. Grüne Artenschutzkonferenz in Münster

Ein „Weiter so!“ kann es nicht geben, es muss sofort gehandelt werden! – Mit diesem erstaunlich einhelligen Fazit lässt sich die 6. Artenschutzkonferenz auf den Punkt bringen, die am 17. März in der Stadtwerke-Halle in Münster stattfand. Diskussionsbedarf gab es lediglich über das „Wie?“ und „Warum?“, wobei die Meinungen zwischen den fast 300 anwesenden Naturschützern, Landwirten, Jägern und Wissenschaftlern ein Stück weit auseinander gingen.

Bei den einleitenden Grußworten lobte MdB Friedrich Ostendorff die seit Jahren etablierte Artenschutzkonferenz als „Keimzelle des Erkenntnis-Fortschritts“. Dr. Christian Schulze Pellengahr, Landrat des Kreises Coesfeld, zitierte aus der Papst-Enzyklika „laudato si“ und benannte selbstkritisch Probleme auf kommunaler Ebene, wo der Artenschutz bei Entscheidungen nicht immer ausreichend berücksichtigt werde.

Der stellvertretende BUND-Bundesvorsitzende Jörg Nitsch machte wiederum keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen eine monetäre Umrechnung von Natur-Leistungen, wie sie in der bekannten „TEEB-Studie“ durchgeführt worden war und die den Eigenwert und emotionale Faktoren nicht berücksichtige. Als Leiter der Umweltverwaltung eines hessischen Landkreises seien ihm aber die üblichen Probleme mit Personalmangel und bürokratischen Hindernissen sehr bewusst.

Anschließend wurden in der von MdL Norwich Rüße, Sprecher für Naturschutz und Landwirtschaft der Grünen im Landtag, moderierten Veranstaltung in mehreren wissenschaftlichen Fachvorträgen der aktuelle Kenntnisstand zum Insektenrückgang und dessen möglicher Ursachen und Folgen vorgestellt und im Plenum zur Diskussion gestellt. Die verschiedenen Wissenschaftler verwiesen dabei vor allem auf den bestehenden Forschungsbedarf  und brachten dazu ihre jeweiligen Institute in Stellung.

Höhepunkt der Artenschutzkonferenz war die von WDR-Moderatorin Dr. Tanja Busse souverän moderierte Podiumsdiskussion zwischen Vertretern der Biologischen Stationen, Landwirtschaft, Jagd, Wissenschaft und Kirche. Trotz aller Differenzen in Details und im Umgang miteinander stand hier  unter dem Strich jedoch die einhellige Erkenntnis im Vordergrund, dass der Insektenrückgang Tatsache sei, daraus katastrophale Folgen für Mensch und Natur zu befürchten seien und es unmittelbaren Handlungsbedarf gäbe.

Abschließend verabschiedeten die Podiumsteilnehmer und Besucher per Akklamation die „Münsterländer Aufruf zur Rettung der Artenvielfalt“ mit Handlungsempfehlungen für den sofortigen Stopp des Artensterbens. Diese umfassen neben umfassender Ursachenforschung eine Förderung der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung, die sofortige Einschränkung von Pestiziden sowie Anreize für die Ausgestaltung einer insektenfreundlicheren Agrarlandschaft.

Vor dem Hintergrund der gemeinsamen Zielvorstellungen fordern die Teilnehmer der 6. Grünen Artenschutzkonferenz ein sofortiges Handeln und ein bundesweites Insekten- und Artenschutzprogramm – ein „Weiter so!“ kann es nicht geben.




Spannende Podiumsdiskussion mit (von links): Birgit Beckers (Vorsitzende des Dachverbandes Biologischer Stationen), Dr. Hermann Hallermann (Vizepräsident Deutscher Jagdverband), Dr. Tanja Busse (Moderation), Dirk Schulze Pellengahr (Landwirt), Prof. Dr. Werner Kunz (Universität Düsseldorf) und Thomas Kamp-Deister (Bistum Münster)




Volles Haus im Stadtwerke-Saal Münster bei der 6. Grünen Artenschutzkonferenz (Foto: Raffaela Blümer)

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