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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Fax: 02501 - 9719438
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Rohrweihe und Reiherschnabel

Ausflug der ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Heiligenhaus ins Münsterland

8. Mai 2019 - Rohrweihe und Reiherschnabel: In der Woche vom 6.-9. Mai traf sich die ornithologische Arbeitsgemeinschaft Heiligenhaus um ihren Leiter Prof. Dr. Gerss - langjähriger Vorstand im NABU NRW - an zwei Vormittagen mit Mitarbeitern der NABU-Naturschutzstation Münsterland, um sich über Natur und Vogelwelt im Münsterland zu informieren. Jährlich wird von dieser Gruppe eine deutsche Region ausgewählt und dann in organisierten Exkursionen erkundet.

Am Dienstagmorgen wurde die Gruppe durch Michael Laumeier im Naturschutzgebiet "Vohrener Mark" in Empfang genommen. Dieses gehört mit seinen 380 ha Größe zu den letzten großen, zusammenhängenden Grünlandkomplexen im Münsterland. Hier kam die ornithologisch interessierte Gruppe durch Sichtungen des Großen Brachvogels auf ihre Kosten, aber auch die Rohrweihe ließ sich mit den mitgeführten Ferngläsern gut beobachten.

Am Mittwoch übernahm dann Dr. Thomas Hövelmann die Leitung einer Exkursion in die Emsaue „Pöhlen“, wo eine Herde aus Heckrindern und Konikponies die Aufgabe der Landschaftspflege übernommen haben. Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte des Gebietes ging es dann einmal quer durch die Projektfläche, immer kritisch beäugt durch die Wildrinder, die jedoch in sicherer Entfernung verharrten. Hier wurden verschiedene Pflanzenarten vorgestellt, die in früheren Zeiten weit vertreten waren, heute jedoch durch Änderung der Landschaftsnutzung selten geworden sind.

Bei den Ausführungen war immer auch gleichzeitig ein Auge gen Himmel gerichtet, da die Emsaue Pöhlen vielen Vögeln als Nahrungs-, Rast- und Brutplatz dient. So ließen sich balzende Nilgänse ebenso beobachten, wie ein Storch, der offensichtlich in einem der Emsaltarme Beute gemacht hatte. Ungeteilt war dann aber die Aufmerksamkeit, als die Rede vom Jakobskreuzkraut und dem direkt von diesem abhängigen Blut- bzw. Jakobskrautbär war. Die Raupen dieses hübschen Nachtfalters fressen das Greiskraut und nehmen dabei jenes Gift auf, welches der Pflanze zu seiner zweifelhaften Bekanntheit verholfen hat. Hierdurch werden sie selbst giftig und schützen sich so vor potentiellen Fressfeinden.

Dr. Thomas Hövelmann zeigte typische Pflanzen der Emsaue

Letzte botanische Station auf der kleinen Wanderung durch die wilde Weide war eine Binnendüne der Ems, auf der durch die großen Tiere ein kleinräumiges Mosaik aus verschiedenen nährstoffarmen Kleinlebensräumen geschaffen wurde und wird. Hier haben sich Besonderheiten wie das Berg-Sandglöckchen oder die Heidenelke und wilder Thymian eingefunden, die in den nächsten Wochen für farbliche Akzente sorgen werden, wenn sie erblühen. Von hier aus ging es für abschließende Worte und die Verabschiedung zurück zum Ausgangspunkt, dem Getränkehof Funke.

Wenn Sie auch einmal an einer geführten Wanderung in eines der Beweidungsgebiete des NABU teilnehmen möchten, dann schauen Sie doch einfach mal hier in unseren Veranstaltungskalender, der auch abseits der großen Weidetiere in über 130 Veranstaltungen viel zu bieten hat.

Text: Judith Minker; die Diplom-Landschaftsökologin absolviert derzeit ein freiwilliges Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland




Die ornithologische Arbeitsgemeinschaft aus Heiligenhaus auf dem Aussichtsturm am Beweidungsgebiet "In den Pöhlen"




Am NSG "Vohrener Mark" wurde reichlich Optik aufgebaut (Foto: Thomas Laumeier)

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