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Verdienter Lohn für praktizierten Naturschutz

Julius Kühn-Institut untersucht Bestände des Flutenden Sellerie im NSG Venne bei Milte

Verdienter Lohn für die Anstrengungen des Kreises Warendorf und der NABU-Naturschutzstation Münsterland: das Julius Kühn-Institut als Bundesforschungsanstalt für Kulturpflanzen lobt das individuenstarke Vorkommen des stark gefährdeten Flutenden Selleries (Helosciadium inundatum) im NSG Venne bei Warendorf-Milte und stellt eine Anerkennung des kleinen Naturschutzgebietes als "genetisches Erhaltungsgebiet" für diese Art in Aussicht.

Am vergangenen Dienstag, den 13. Juni, stellte Projektkoordinatorin Maria Bönisch vom Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen in Quedlinburg der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Warendorf, dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW und der NABU-Naturschutzstation Münsterland das aktuelle Forschungsprojekt "Genetische Erhaltungsgebiete für Wildsellerie als Bestandteil eines Netzwerkes genetischer Erhaltungsgebiete in Deutschland - GE-Sell", siehe hier) zu den vier heimischen Wild-Selleriearten vor. Dabei sollen auf der Grundlage populations-genetischer Analysen 45 geeignete Gebiete in ganz Deutschland als sogenannte genetische Erhaltungsgebiete ausgewiesen werden mit dem Ziel, zum Schutz dieser Arten beizutragen, die teilweise zu den Wildformen des Gemüseselleries gehören. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert und läuft noch bis 2019.

Zu den untersuchten Arten gehört auch Helosciadium inundatum (Kriechender Sellerie), der in NRW als stark gefährdet und von Naturschutzmaßnahmen abhängig eingestuft wird und sich im NSG „Venne“ in den letzten Jahren stark vermehrt hat. Das als Ausgleichsmaßnahme im Zuge der Flurbereinigung um 1980 entstandene Gelände war vor wenigen Jahren vom Kreis Warendorf in Absprache mit der NABU-Naturschutzstation Münsterland aufwändig aufgewertet worden: die Kleingewässer wurden entschlammt, vorhandene Gehölze entfernt und der Oberboden großflächig flachgründig abgeschoben. Dadurch konnte die Samenbank im Unterboden aktiviert werden: jahrzehntelang im Boden schlummernde Samen keimten und es wuchs eine artenreiche Pionierflur aus vielen gefährdeten Seltenheiten heran, die jährlich auch mit ehrenamtlichen Helfern des NABU-Kreisverbandes Warendorf vor der erneuten Verbuschung bewahrt wird. 

Bei einer anschließenden Geländebegehung wurden weitere gefährdete Arten erfasst, Maßnahmen zu deren Erhalt besprochen und die Florenkartierung NRW vorgestellt. Projektkoordinatorin Maria Bönisch lobte ausdrücklich die Größe des Bestandes sowie die vorbildliche rechtliche Sicherung als Naturschutzgebiet im Landschaftsplan Warendorf-Milte und die naturschutzfachliche Pflege des Gebietes - ein verdienter Lohn für die umfangreichen Anstrengungen zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt im NSG Venne und im Kreis Warendorf.




Begutachten den großen Bestand des Flutenden Selleries im NSG Venne bei Milte (von links): Maria Bönisch (Julius Kühn-Institut), Sabrina Thülig (Kreis Warendorf), Katharina Richter (Landespflege-Referendarin), Ingobert Rex (Kreis Warendorf) und Uwe Raabe (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz LANUV NRW), Foto: Thomas Hövelmann




Die Überwasserblätter des stark gefährdeten Flutenden Selleries (Helosciadium inundatum) unterscheiden sich stark von den zerschlitzten Unterwasserblättern (Foto: Thomas Hövelmann)

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