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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Startseite: Presse

Landwirtschaft und Naturschutz gemeinsam unterwegs

Exkursion auf dem Hof Oskamp bei Nienberge-Häger

01. Juli 2020 - Am Freitag, den 19. Juni, war Dr. Thomas Hövelmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der NABU-Naturschutzstation Münsterland, eingeladen, um eine botanisch-naturkundliche Exkursion für eine Gruppe hauptamtlicher Mitarbeiter der Katholischen Landjugend- und Landvolkbewegung im Bistum Münster durchzuführen. Treffpunkt war der Hof Oskamp in Nienberge-Häger, wo Ulrich Oskamp hauptsächlich Jungviehaufzucht betreibt. Der kalkhaltige Boden des Geschiebemergels ist nicht gut für den Ackerbau geeignet, legt allerdings den Grundstein für die Besonderheit des Gebiets: Der Hof Oskamp liegt zu großen Teilen im Naturschutzgebiet "Vorbergs Hügel", in dem zahlreiche seltene kalkliebende Pflanzenarten beheimatet sind.

Dass die botanische Artenvielfalt für das ungeübte Auge oft nicht ersichtlich auf den ersten Blick ist, wies Thomas Hövelmann am Anfang der Exkursion auf den Gartenrasen hin: Mindestens sieben Trittpflanzen wurden hier auf nur einem Quadratmeter Rasen gefunden. Derart eingestimmt ging es nun an einen Saum zwischen Weidelgras-Einsaat und Pferdeweide. Hier entdeckte die Gruppe viele weitere interessante Arten. Dazu gehörten vor allem Wiesenarten, zum Beispiel die Margerite Leucanthemum vulgare, die Flockenblume Centaurea jacea und sogar eine in Münster selten vorkommende Fieder-Zwenke Brachypodium pinnatum. Auf Nachfrage erläuterte Hövelmann außerdem kurz, in welchem Zusammenhang Biodiversität und Saumschnitt stehen.

Auch das prominente Thema "Klimawandel" wurde von der Gruppe diskutiert. Die dürren Sommer mit wenigen Starkregenereignissen in den letzten Jahren sorgen sowohl für die Landwirtschaft, als auch für den Naturschutz für massive Probleme, weshalb das Thema für alle Teilnehmer der Exkursion von großer Bedeutung ist. Auf dem angrenzenden Waldweg wurde ein weiteres Ökosystem mit anderen Pflanzenarten vorgestellt.  Hier erläuterte Hövelmann die Unterschiede zwischen Natur- und Landschaftsschutzgebiet, und wie man sich als Besucher in diesen zu verhalten habe.

Die Exkursion fand einen netten Ausklang beim geselligen Beisammensein mit angeregten Gesprächen über mögliche gemeinsame Projekte von Naturschutz und Landwirtschaft. Ein besonderer Dank gilt Ulrich Oskamp und seiner Familie für den interessanten Nachmittag und die Gastfreundlichkeit auf dem Hof Oskamp.

Text und Fotos: Amelie Wendiggensen; die Bachelor-Studentin der Landschaftsökologie an der WWU Münster absolviert derzeit ein Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland




Dr. Thomas Hövelmann (links) von der NABU-Naturschutzstation Münsterland erläuterte den Mitarbeiter*innen der Katholischen Landjugend- und Landvolkbewegung Flora und Vegetation auf dem Hof von Ulrich Oskamp (2. von links)




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