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Schlechte Zeiten für den Kiebitz

Synchronzählung zum Münsteraner Kiebitzbestand

12. April 2019 - Schlechte Zeiten für den Kiebitz: Am vergangenen Samstag, den 8. April, fand in Münster eine Kiebitzsynchronzählung statt. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer konnte der Kiebitzbestand flächendeckend dokumentiert werden. Der erste Überschlag deutet auf eine Halbierung des Kiebitzbestandes im Vergleich zum Vorjahr hin.

Der Kiebitz ist eine geschützte Brutvogelart, dessen Bestand innerhalb der letzten 20 Jahre in fast ganz Europa deutlich rückläufig ist. Deutschland trägt dabei global gesehen eine besondere Verantwortung für den Schutz der Kiebitze, da ein bedeutender Teil der Weltpopulation hier vorkommt. Ursprünglich bevorzugt der Bodenbrüter Feuchtwiesen. Da diese in der Landschaft kaum noch vorhanden sind, legt der Kiebitz daher seine vier Eier häufig in Nester auf Agrarflächen. Er wählt meist offene Felder, wie Stoppelfelder und Flächen mit niedrig und lückig wachsender Wintersaat. In der Regel werden die Eier Anfang April gelegt und dann 28 Tage ausgebrütet. Da die Brutzeit mit den ersten Bodenbearbeitungen des Jahres kollidiert, werden viele Nester durch die NABU-Naturschutzstation Münsterland und durch Freiwillige mit farbigen Stöckern markiert. Die Landwirte können die Nester so leicht umfahren.

Bei der Synchronzählung unter Federführung von Anuschka Tecker und Kristian Lilje machten sich die Kartierer auf den Weg zu ihren zugeteilten Gebieten in Münster, um auf den Flächen nach Kiebitzen, speziell nach Brutpaaren mit Ferngläsern Ausschau zu halten. Dokumentiert wurden die Sichtungen sowohl auf Kartierbögen, als auch in der App „Nestfinder“ die speziell für diese Tätigkeit entwickelt wurde.

Das Ergebnis der Zählung ist leider ernüchternd: nur etwa halb so viele Kiebitze wurden in diesem Jahr beobachtet im Vergleich zu 2018. Für den Rückgang ist vermutlich der fehlende Bruterfolg verantwortlich, z.B. aufgrund fehlender Nahrung und Kükenverlusten bei der Bearbeitung der landwirtschaftlichen Flächen. Laut Kristian Lilje wird der Bestand bis etwa 2035 ausgestorben sein, wenn nicht ausreichend Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Dazu zählt vor allem die Anlage von Kiebitz- und Feldvogelinseln, die effektiv zur Bestandserhaltung beitragen können.

Text: Linda Ponath; die Bachelor-Studentin der Landschaftsökologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität absolviert derzeit ein Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland




Mit Hilfe ehrenamtlicher Kartierer wurde der Gesamtbestand des Kiebitzes in Münster erfasst




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