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Trotz der vielen Bäume den Wald sehen

Zweiter Tag der Exkursionsreihe für Eltern von Kindern im Vor- und Grundschulalter im Zoowald bei Haus Kump

6. Mai 2019 - Trotz der vielen Bäume den Wald sehen: Im Rahmen der diesjährig erstmals angebotenen Reihe „Naturkundliche Exkursionen für Eltern“ trafen sich am vergangenen Freitag, den 3. Mai, die Teilnehmer*innen bei frühlingshaften Wetterverhältnissen am Zoowald bei Haus Kump. Nachdem der erste Termin im April an der Pleister Mühle eher die frühblühenden Arten und die zu dem Zeitpunkt sehr gut erkundbaren Gesänge der Vögel im Fokus hatte, drehte sich nun alles um den heimischen Laubwald und die darin vorkommenden Arten. Die Leitung übernahm ein weiteres Mal Dr. Thomas Hövelmann.

Nach kurzem organisatorischen Einstieg ging es gleich in den Wald, wo die motivierten Eltern bereits erste Kenntnisse vom vergangenen Termin wiederholen und gleichzeitig neue Arten in ihr Repertoire aufnehmen konnten. Buche, Eiche und Hainbuche, die drei wichtigsten bestandesbildenden Baumarten wurden nun ebenso thematisiert, wie Haselnuss, Weißdorn und die Frage, wieso der Schwarzdorn eigentlich Schwarzdorn heißt und der Weißdorn eben Weißdorn. Und was hat der Rotdorn mit dem Ganzen zu tun?

Immer wieder wurde der Bogen zu Möglichkeiten geschlagen, die Inhalte der Exkursion auch an Kinder heran zu tragen. Hier konnte Marius Germies, zertifizierter Naturpädagoge, der die Gruppe durch alle sechs geplanten Exkursionen begleiten wird,  immer wieder durch kurzweilige Anekdoten von den Fähigkeiten unserer Pflanzenwelt berichten. So zum Beispiel, dass eine in Wasser eingelegte angeritzte Kastanie das Wasser in UV-Licht zum fluoreszieren bringt. Ein spannendes Experiment für kleine Naturentdecker. Oder das Pfeifen auf den Hütchen der Eicheln, welches offenkundig auch den Eltern jede Menge Freude bereitete.

Auch die Essbarkeit vieler Pflanzen stand (erneut) auf dem Prüfstand. Scharbockskraut, das nur bis zum Blühbeginn verwendet werden darf, die Urformen unserer Beerensträucher, die im Wald zu finden sind, also rote und schwarze Johannisbeere, aber auch Walderdbeere und Stachelbeere. Und natürlich durften hier der Bärlauch und die Verwechslungsmöglichkeit mit Maiglöckchen und Aronstab nicht fehlen.

Letzterer hielt zum Abschluss der knapp dreistündigen Veranstaltung noch eine ganz besondere Geschichte bereit. Seine Fortpflanzungsstrategie ist in unseren Breiten wohl einmalig, lockt er doch Fliegen mit dem Geruch von Aas bzw. Harn an, um sie in seinem tütenförmigen Hochblatt zu fangen. Dieses ist mit einer Art Heizung ausgestattet, wodurch die Temperaturen im Inneren deutlich über der Außentemperatur liegen können. Hier wird das gefangene Insekt bis zur Bestäubung festgehalten. Erst wenn diese erfolgt ist, erschlafft das Hochblatt und das Insekt kann entweichen.

Von dieser Geschichte aus ging es zum Treffpunkt auf den Aaseewiesen zurück, wo jede*r Teilnehmer*in einen weiteren Ordner mit Nachschlagematerial  zur Exkursion erhielt.  Der nächste Termin wird sich dann nicht mehr so sehr um die Pflanzen drehen, sondern mehr um deren potentielle Bestäuber, die aktuell durch ihren Schwund häufig in den Medien vertreten sind: die Wildbienen und Schmetterlinge.

Wenn Sie auch ihre Kenntnisse auffrischen wollen, dann schauen Sie doch einfach mal hier (download, 2,5 MB) in unseren Veranstaltungskalender mit über 130 Veranstaltungen, da ist für jeden etwas dabei.

Text: Judith Minker; die Diplom-Landschaftsökologin absolviert derzeit ein freiwilliges Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland




Dr. Thomas Hövelmann (links) und Marius Germies (vorne rechts) von der NABU-Naturschutzstation Münsterland erklären typische Gehölze des Waldes wie die Eberesche (Foto: Manuel Braasch)




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