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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Fax: 02501 - 9719438
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Startseite: Presse

Brutsaison des beliebten Feldvogels beginnt Mitte März

Der Kiebitz braucht Hilfe

Seit 2011 ist der Kiebitzbestand in Münster um fast zwei Drittel geschrumpft. In 2020 gab es nur noch rund 60 Paare des auffälligen Bodenbrüters. Gemeinsam rufen Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband (WLV), Landwirtschaftskammer, Untere Naturschutzbehörde und NABU-Naturschutzstation Münsterland Landwirte dazu auf, an wirksamen Maßnahmen zum Schutz des Kiebitzes teilzunehmen.

Bald ist es wieder soweit und die typischen „chiu-witt“-Balzrufe des Kiebitzes sind wieder über den Feldern zu hören. Dafür braucht man allerdings etwas Glück. Denn mittlerweile ist er in seinem Bestand stark gefährdet. Damit steht er stellvertretend für weitere Feldvogelarten, wie Feldlerche und Rebhuhn.

Die Gründe für den Rückgang sind vielfältig

Geeignete Brutplätze findet der Kiebitz in niedriger, lückiger Vegetation. Die meisten Kiebitzpaare in Münster brüten auf Ackerflächen. Insekten als Nahrung für die Küken gehen in der Landschaft drastisch zurück. Die Brutzeit überschneidet sich mit der Bodenbearbeitung im April. Der anhaltende Flächenverbrauch ist ebenfalls ein Problem, stellenweise auch die Störung durch Freizeitaktivitäten. Für eine Stabilisierung des Bestandes sollte zumindest ein Küken pro Brutpaar flügge werden.

Feldvogelinseln für den Kiebitz

Um den rasanten Rückgang des Kiebitzes zu stoppen, sind Maßnahmen nötig, die seinen Lebensraum insgesamt verbessern. Dafür können einjährige Feldvogelinseln angelegt werden, die als Brut- und Nahrungsflächen auch weiteren Arten der Agrarlandschaft dienen. Ein halber bis ein Hektar eines Ackers wird dabei für eine Brutsaison als Brache aus der Nutzung genommen. Für die Teilnahme werden Landwirt*innen durch das Land NRW finanziell entschädigt, z.B. mit rund 1.200 Euro pro Hektar bei Silomais. Auf diesen selbstbegrünten Inseln kann sich eine kiebitzfreundliche Vegetation einstellen sowie eine schmackhafte Insektennahrung für die Küken. Besonders nasse Stellen auf Ackerflächen eignen sich für diese Maßnahme.

Nester vor dem Überfahren schützen

Zusätzlich ist die Markierung von Nestern sinnvoll, da sie auf dem Acker gut getarnt sind. Sie werden mit zwei farbigen Stöckern in ausreichendem Abstand markiert, sodass sie anschließend einfacher umfahren werden können. In einigen Gebieten in Münster werden Nester durch Mitarbeiter*innen der NABU-Naturschutzstation abgesteckt.

Interessierte Landwirte können sich melden bei der NABU-Naturschutzstation (kiebitz@nabu-station.de, 02501-9719433) oder der Unteren Naturschutzbehörde (Buelter@stadt-muenster.de, 0251-492 6727). Weitere Infos finden sich auf www.kiebitz.nabu-station.de

Abb. 1: Kiebitz-Eltern wärmen ihren Nachwuchs bei kaltem Wetter – Nahrung müssen die Küken aber von Anfang an alleine finden. (Foto: NABU/T. Krüger)

Abb. 2: Auf Feldvogelinseln finden Kiebitz-Küken Insekten-Nahrung und Deckung vor Feinden - Diese Insel wurde um eine feuchte Senke herum angelegt. (Foto: K. Lilje)

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19.02.2021







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