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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Startseite: Presse

Den Abwärtstrend der Artenkenntnis gemeinsam stoppen

NABU-Naturschutzstation Münsterland und Westfälische Wilhelms-Universität Münster entwickeln Schulungssystem zur Ausbildung von Artenkenner*innen

22. Juni 2020 - Die Zahl der Artenkennerinnen und Artenkenner nimmt seit einigen Jahren immer weiter ab. Mit dem Verbundprojekt „KennArt – Eine bundesweite Initiative zur Ausbildung von Artenkenner*innen“ wollen die NABU-Naturschutzstation Münsterland und das Institut für Landschaftsökologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster dem Abwärtstrend entgegenwirken. In den kommenden sechs Jahren soll ein mehrstufiges Schulungssystem mit Grund-, Aufbau- und Expertenkursen für die Bestimmung verschiedener Organismengruppen mit einem Schwerpunkt auf Insekten entwickelt und bundesweit erprobt werden. Das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

„Nicht nur bei den Arten selbst, sondern auch bei vertieften Kenntnissen dieser Arten lässt sich ein starker Rückgang beobachten“, erläutert Dr. Britta Linnemann, Vorstandsvorsitzende der NABU-Naturschutzstation Münsterland. „Es gibt jedoch in vielen Bereichen des haupt- und ehrenamtlichen Naturschutzes einen sehr großen Bedarf an Expertinnen und Experten vor allem für planungsrelevante Arten, zum Beispiel für die Erstellung Roter Listen, Gutachtertätigkeiten, Landschaftsplanung oder wissenschaftliche Zwecke. Mit unserem Projekt wollen wir anhand ausgewählter Organismengruppen Kurse mit unterschiedlichen Niveaustufen entwickeln und so Berufstätige, Studierende und ehrenamtlich tätige Menschen für diese Aufgabenfelder qualifizieren.“

Um die Ausbildungslehrgänge und Lehrpläne bestmöglich auf die erforderliche Expertise abzustimmen, soll zunächst eine Bedarfsanalyse durchgeführt werden. So sollen einerseits Arbeitgeber*innen und Behörden befragt werden, bei welchen Organismengruppen sie besonders großen Bedarf sehen. Gleichzeitig sollen Studierende, Beschäftigte und Selbständige befragt werden, in welchen Bereichen ihnen relevantes Wissen fehlt, um die Naturschutzaufgaben erfüllen zu können. Bereits vorhandene

Schulungsmöglichkeiten sollen recherchiert und mit dem Projekt vernetzt werden. Die Ergebnisse der Analyse werden in die Auswahl von voraussichtlich fünf Organismengruppen und die Entwicklung von Lehrplänen dazu einfließen. Der Schwerpunkt wird bei verschiedenen Insektengruppen liegen, da hier der Bedarf an Artenkenntnissen besonders hoch ist. Gemeinsam mit Fachleuten werden im Anschluss die mehrstufigen Ausbildungslehrgänge konzipiert und bundesweit zweifach erprobt. Nach dem ersten Durchgang sollen die Kurse evaluiert und bei Bedarf angepasst werden.

Die Lehrgänge werden in Form mehrtägiger Präsenzschulungen angeboten und durch E-Learning-Module sinnvoll ergänzt. Dazu wird unter anderem eine Online-Plattform entwickelt. Um einen möglichst hohen Praxisbezug herzustellen, sind mehrere Exkursionen in verschiedene Regionen geplant. Die Lehrgänge sollen mit einer Bescheinigung oder einem Zertifikat abschließen. Darüber hinaus soll überprüft werden, ob Studierende sich die Leistung in Form von Credit Points anrechnen lassen können. Ziel ist es, neben der Ausbildung von Artenkenner*innen auch ein Netzwerk zu bilden, in dem sich die Teilnehmenden mit anderen Expert*innen austauschen können.

Weitere Informationen finden Sie unter www.artenkenntnis.de

sowie den Seiten des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) (https://www.bmu.de/pressemitteilung/mehr-fachkraefte-fuer-mehr-artenvielfalt/)

und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) (https://www.bfn.de/presse/pressemitteilung.html?no_cache=1)

Heide - Blattschneidebiene

(Foto:Christoph Scherber)







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