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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Aktionsbündnis für Artenvielfalt – der Kreis Warendorf summt und blüht!

Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung am vergangenen Freitag, den 14. Februar

20. Februar 2020 - „Wir nehmen die Herausforderung an und wollen dem Artenverlust etwas entgegenhalten!“ – das erklären die Bündnispartner Kreis Warendorf, der WLV Kreisverband Warendorf, die LWK NRW Kreisstelle Warendorf und die NABU-Naturschutzstation Münsterland als Biologische Station des Kreises. Denn trotz vielfältiger Maßnahmen, die die Landwirtschaft, der Naturschutz und andere Fachbereiche bereits umgesetzt haben, hat die biologische Vielfalt auch bei uns weiter abgenommen. Das kann so nicht weitergehen – ist den Bündnispartner klar.

Zusammen wollen die Bündnispartner nun die gemeinsamen Anstrengungen verstärken, dieser negativen Entwicklung auf lokaler Ebene entgegenzuwirken und die Biologische Vielfalt zu fördern. Im Rahmen des Kreisentwicklungsprogramms WAF2030plus hat der Kreis das Thema bereits im letzten Jahr diskutiert und ein entsprechendes Projekt aufgenommen.

Über bestehende Projekte hinaus sollen neue und wirksame Möglichkeiten und Wege gefunden werden, um die Biologische Vielfalt wieder zu stärken. Das gilt für die Schutzgebiete genauso wie für die „Normallandschaft“. Dabei ist klar – im Rahmen des Bündnisses wird weiterer Fachverstand und Hilfe nötig sein. Daher werden die Bündnispartner projektbezogen auf weitere Gruppen zugehen. Die Städte und Gemeinden sind wichtige Akteure, mit denen man in Zukunft zusammenarbeiten möchte.

„Auch der ehrenamtliche Naturschutz ist ein Wissensträger und wichtiger möglicher Partner, mit dem wir Projekte entwickeln wollen“, erklärt Dr. Britta Linnemann, geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der NABU-Naturschutzstation Münsterland. „Genauso sind Jäger, Imker oder Förster neben den Landwirten wichtige Akteure, die mit ihrem Fachwissen Maßnahmen voranbringen können“, ergänzen Karl Werring als Kreislandwirt und Hermann-Josef Schulze-Zumloh als Vorsitzender des WLV. Im Laufe der nächsten Zeit werden die Bündnispartner auf die weiteren möglichen Akteure zugehen und ausloten, wo sich eine Zusammenarbeit anbietet.

Die Projekte werden sich dabei auf die Agrarlandschaft beziehen, denn gerade dort sind viele Arten in Bedrängnis geraten. Mit der Ausweitung des freiwilligen Vertragsnaturschutzes gibt es ein bewährtes Instrument, welches wirksame Maßnahmen für die Biodiversität bietet. Es geht aber auch um die Wirksamkeit der Flächen. Da, wo beispielsweise Blühstreifen angelegt werden, kommt es auf die richtige Saatenmischung an, die den Arten zugutekommt. Die Bündnispartner wünschen sich auch den „Mut zur Lücke“ – denn bedrohten Arten wie dem Kiebitz helfen selbstbegrünte Ackerbrachen ganz ohne Einsaat am Meisten.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch in den Städten und Gemeinden viele Flächen, die man im Sinne der Artenvielfalt optimieren kann. Viele Kommunen sind hier schon sehr aktiv. Hier soll überlegt werden, weitere Kommunen mit ins Boot zu holen. Landrat Dr. Gericke betont, dass der Kreis selber Verantwortung übernehmen und den Artenreichtum an den Kreisliegenschaften durch entsprechende Gestaltungs- und Pflegekonzepte verbessern will. „Um die Wirksamkeit und Intensität der Maßnahmen im Aktionsbündnis mit voller Kraft angehen zu können, werden zusätzlich zum vorhandenen Personal bei der Unteren Naturschutzbehörde, unter deren Federführung das Projekt läuft, 1,5 Personalstellen geschaffen und Finanzmittel für Sachausgaben und Dienstleistungen bereitgestellt“, so der Landrat.

Auch die Bürger sind aufgerufen mitzuhelfen, gemäß dem Motto “Ran an die Schaufel und an die Samentüte“, denn jeder kann auch Flächen am Haus und im Garten für die Arten optimieren! Hierbei hilft die „Warendorfer Mischung“, die die Bündnispartner bei der Unterzeichnung der Erklärung bereits präsentieren konnten und die demnächst erhältlich ist.

Die Partner sind sich einig – es gibt viel zu tun, packen wir es gemeinsam und wirkungsvoll an! Die Gewinnung weiterer Partner wird dabei eine wichtige Aufgabe sein.




Offizielle Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung im Kreishaus Warendorf mit u.a. Landrat Dr. Olaf Gericke (vorne, 2.v.r.), Daniela Puppe (Untere Naturschutzbehörde Kreis Warendorf, hinten 2.v.r.), Dr. Britta Linnemann (Vorstand NABU-Naturschutzstation Münsterland, vorne 2.v.l.) und Dr. Christian Göcking (Vorstand NABU-Naturschutzstation Münsterland, hinten 2.v.l.)




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