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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Schwere Zeiten für Schmetterling und Co. - auch im Münsterland

Bericht zur Lage der Natur 2020 des Bundesumweltministeriums

20. Mai 2020: Schwere Zeiten für Schmetterling und Co. - Die Natur in Deutschland befindet sich in einem schlechten Zustand. Mehr als zwei Drittel der zu schützenden Arten befinden sich in einem ungünstigen Erhaltungszustand und fast die Hälfte der Lebensräume zeigen einen negativen Entwicklungstrend. So das ernüchternde Ergebnis des Bundesamts für Naturschutz (BfN) in seinem Bericht zur „Lage der Natur in Deutschland“. So ist die Population des Rebhuhn bundesweit seit 1980 um 91 Prozent zurückgegangen, die Feldlerche hat weniger als die Hälfte der Brutpaare, die sie noch vor 40 Jahren hatte. Fast drei Viertel aller Arten sind entweder in einem unzureichenden oder schlechten Erhaltungszustand, wie Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Leiterin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Dr. Beate Jessel, in einer Pressekonferenz betonten.

Das ist auch im Münsterland als intensiv agrarisch genutzte Region nicht anders. "Bei der Bilanz einer mehrjährigen Erfassung bedrohter Blütenpflanzen als Vorbereitung für die nächste Rote Liste wurde bei 138 von 800 untersuchten Arten ein Rückgang festgestellt", so Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland, "lediglich bei 17 Arten hatte sich die Situation im gleichen Zeitraum verbessert." Bei Kiebitz und Feldlerche als typische Feldvögel sieht die Situation nicht besser aus: so war der Bestand des Kiebitzes im Stadtgebiet von Münster im vergangenen Jahr innerhalb eines Jahres um fast die Hälfte eingebrochen, so Kristian Lilje von der NABU-Naturschutzstation Münsterland.

Besonders bedrohlich ist die Lage bundesweit wie auch im Münsterland für Arten des Grünlandes und der Gewässer: der deutliche Verlust von Beständen und vor allem die Verschlechterung des Zustandes der verbliebenen Flächen führen zu einem deutlichen Artenrückgang, zum Beispiel bei den Insekten. "Hier geschieht das Artensterben eher im Verborgenen", so Dr. Thomas Hövelmann, "während der Fokus auf den leicht sichtbaren Tagfaltern und Honigbienen liegt, verschwinden viele unscheinbare Wildbienen-, Schwebfliegen- und Käferarten, ohne dass man es bemerkt."

Nicht ganz so erschreckend ist die Bilanz bei charaktistischen Arten der Wälder - noch. Denn die Folgen des Klimawandels macht vielen Wälder, insbesondere Monokulturen, schwer zu schaffen. Arten- und strukturreiche Waldbestände können sich besser an Klimaveränderungen anpassen. Ergebnisse einer Studie von 2019 der Technischen Universität München zeigen, dass auch in den Wäldern die Insekten deutlich zurückgehen. Viele Insektenarten sind eng an einheimische Baumarten angepasst, so dass sie durch die Pflanzung von Gastbaumarten kaum profitieren, so Dr. Britta Linnemann, Leiterin der NABU-Naturschutzstation Münsterland.

Die Ursachen für den schlechten Zustand der Natur liegen im Münsterland wie auch im gesamten Bundesgebiet in der Industrialisierung der Landwirtschaft, dem Verlust vieler Kleinstrukturen wie Hecken und Säume und ein der fortschreitenden Zerschneidung und Versiegelung der Landschaft. "Hier muss dringend etwas getan werden", betont Dr. Britta Linnemann, "der Erhalt der Artenvielfalt ist unsere Lebensgrundlage und eine mindestens so bedeutsame gesamtgesellschaftliche Aufgabe wie die Bewältigung der Corona-Pandemie und die Begegnung der Klimakrise."

Den vollständigen Bericht zur Lage der Natur des Bundesumweltministeriums können Sie hier herunterladen.




Auch wenn es hier nicht danach aussieht: Den Tagfaltern wie dem Admiral (links) und dem Kleinen Fuchs geht es zunehmend schlechter (Foto: Ulla Gärtner)




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