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Faszination Vogelzug

Seminar mit Udo Wellerdieck am vergangenen Samstag, den 10. Oktober, auf Haus Heidhorn

12. Oktober 2020 - „Zugvögel!“ Udo Wellerdieck deutet nach Nordosten. Dort nähert sich ein kleiner Trupp von vier oder fünf Wiesenpiepern, die zielgerichtet über die Zuhörer*innen hinwegfliegen. Sie wollen nach Südosten zu ihren Winterquartieren.

Am vergangenen Samstag, den 10. Oktober, fand im Rahmen des NUA-Seminarprogramms ein Seminar zum Thema „Vogelzug“ in den Räumlichkeiten der NABU-Naturschutzstation Münster statt. Udo Wellerdieck, langjähriger Vogelkundler und begeisterter Federsammler, weihte die kleine Gruppe von zehn Teilnehmer*innen in die spannende Welt der Zugvögel ein. Mit vielen kleinen Anekdoten und großer Begeisterung erzählte er von Kurz- und Langstreckenziehern, von Zugtraditionen und genetischer Vorprägung.

Zu Beginn des Seminars durften die Hobby-Ornitholog*innen zunächst das Phänomen „Vogelzug“ an einem exponierten Standort am Dortmund-Ems-Kanal bei Hiltrup selbstständig beobachten. Mit Ferngläsern gerüstet, konnten sie in nur 1,5 Stunden mehr als 400 Individuen der verschiedensten Arten auf ihrem Weg nach Süden beobachten. Neben den Wiesenpiepern waren Buchfinken, Rotdrosseln, Nil- und Graugänse, Kormorane und Rauchschwalben auf der Reise. Zudem hatte sich ein großer Schwarm Lachmöwen für eine Zugpause auf dem Kanal versammelt. In den Gebüschen am Ufer konnten einige Schwanzmeisen entdeckt werden und sogar der Eisvogel wurde – zumindest akustisch – erkannt.

Das Highlight des Außeneinsatzes war jedoch kein ziehender Vogel, sondern ein Turmfalke, der beim Beutefang beobachtet werden konnte. Wer ein gutes Auge – oder Fernglas – besaß, konnte sogar erkennen, wie beim Rupfen des Falkenfrühstücks die Federn nur so flogen.

Zurück auf Haus Heidhorn konnten die gesammelten Eindrücke diskutiert werden. Zudem folgte ein spannender Vortrag über die Zuggewohnheiten der einzelnen Vogelarten. Die lebhaften Schilderungen ließen Eindrücke der Weltreisen und Irrwege unserer gefiederten Nachbarn vor dem inneren Auge der Zuhörer*innen entstehen. Erzählungen und Fakten über die (tödlichen) Gefahren des Vogelzugs forderten gelegentlich den ein oder anderen entsetzten Blick - wohingegen Geschichten über die Freuden der Heimkehr und die Mühsal der Balz um die Traumfrau oft ein Schmunzeln in die Gesichter zaubern konnten. Die vielen interessierten Nachfragen der Teilnehmer*innen rundeten den Vortrag wunderbar ab.

Text: Sophie Luise Schmitt: die Bachelor-Studentin der Landschaftsökologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität absolviert derzeit ein Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland




Kraniche gehören zu den bekanntesten Zugvögeln (Foto: Ineke Webermann)




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