Termine Spenden Kontakt
Startseite
Über uns
Artenschutz
Lebensraumschutz
Landschaftspflege
Weidelandschaften
Umweltbildung / BNE
NABU-Regionalstelle
Naturschutz in der Stadt
Presse
Pressearchiv
Mitglied werden
Aktiv sein
Kontakt
Unsere Partner
Datenschutz
Impressum

NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

Tel. 02501 - 9719433
Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

Bankverbindung:
Sparkasse Münsterland Ost
BLZ 400 501 50
Konto-Nr. 26 00 52 15

IBAN DE 41 4005 0150 00 26 00 5215
BIC WELADED1MST

Startseite: Presse

Dem Klatsch und Tratsch der Vögel lauschen

Vogelexkursion im Schlossgarten an Fronleichnam

3. Juni - An Fronleichnam zeigte der Naturführer Udo Wellerdieck über zwanzig begeisterten Naturfreunden im Rahmen einer öffentlichen Führung der NABU-Naturschutzstation Münsterland die Vogelvielfalt in Münsters Schlossgarten.

Viele Teilnehmer kannten sich bereits auf dem Gebiet der Ornithologie aus und waren mit einem Fernglas bewaffnet, damit auch kein Vogel übersehen oder überhört wird. Da kurz vor Beginn der Führung ein Gewitter über Münster gezogen war, hörte man am Anfang nur wenige Vögel zwitschern. Das änderte sich aber schnell, und schon war die komplette Bandbreite an Singvögeln und anderen Arten zu hören.

Zuerst wurde der allbekannte Mauersegler entdeckt, der gerne mit der Schwalbe verwechselt wird. Dieser Vogel hat sein im Vergleich zu anderen Arten langes Leben, komplett an den Lebensraum Luft spezialisiert. Sie landen nur, um ihre Jungen im Nest zu füttern oder die Eier auszubrüten. Die restliche Zeit des Lebens verbringen sie im Flug. Zum Schlafen fliegen die Mauersegler in eine Höhe von ein bis zwei Kilometer und fliegen dort in Kreisen herum. Dabei schlafen sie immer nur mit einer Gehirnhälfte, ähnlich wie manche Meeressäuger es tun.

Generell kann man die Vögel in gute und schlechte Sänger einteilen. Die guten Sänger, wie z.B. die Amsel oder die Mönchgrasmücke besitzen einen komplexen Gesang, der aus mehreren Strophen besteht. Schlechtere Sänger wiederholen immer wieder die gleiche Strophe. Ein sehr bekanntes Beispiel ist der Zilpzalp, der seinem Namen seiner einzigen Gesangstrophe zu verdanken hat.

Ebenfalls gehört wurde das schöne Rotkehlchen, das wie die Amsel zu den Erdsängern gehört und einen sehr variablen Gesang hat. Auch die Singdrossel, ein Fischreiher, Dohlen, ein Buntspecht und ein Sommer- und Winter-Goldhähnchen blieben nicht unentdeckt. Nicht gesehen, sondern nur gehört wurde der Eisvogel. Dieser Vogel lebt an der Gräfte des Schlossgartens und ist einer der schönsten heimischen Vögel. Leider wird er durch Verschmutzungen bedroht. Zu seiner Nahrung zählen kleine Fische, die er im Sturzflug aus dem Wasser mit seinem Schnabel fängt.

Mit ihren Jungen in der Sonne stand ein oft gesehener Vogel, die Stockente. Die Weibchen ziehen ihre Jungtiere alleine auf. Im Frühjahr ist das Weibchen dominanter als das Männchen. Das Männchen muss zu der Zeit zeigen, was es alles bereit ist, für das Weibchen zu machen. Dazu gehören auch Kämpfe gegen Artgenossen oder Vergewaltigungen anderer Weibchen. Im Herbst dreht sich das Dominanzverhalten. Nun ist das Männchen dominanter als das Weibchen.

Aber warum singen Vögel eigentlich? In erster Linie ist der Gesang dafür da, dass die Tiere ihr Revier markieren können. Durch das Singen sagt der Vogel seinen Artgenossen "Hey, ich lebe noch, mein Revier bleibt mein Revier". Die Komplexität des Gesanges zeigt den anderen Vögeln, wie stark und schlau der Sänger ist. Außerdem dient des Singen zur individuellen Erkennung unter den Tieren und zur Verbreitung von Botschaften. Alternierendes Singen zeigt an, dass dieser Vogel Respekt vor seinem Nachbarn hat und Pausen für seine Antwort einlegt. Man kann also aus dem Klatsch und Tratsch der Vögel viel erkennen und bei der Führung konnte jeder etwas lernen.

Öffentliche Führungen werden zu fast jedem Thema regelmäßig vom NABU angeboten und es lohnt sich immer teilzunehmen, denn neben dem Spaß und der Freude, die auf dem Rundgang herrscht, lernt es sich schneller.

Text und Fotos: Katharina Wiegand; die Bachelorstudentin der Biowissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster unterstützt den NABU ehrenamtlich durch journalistische Beiträge über Veranstaltungen




Naturgenussführer Udo Wellerdieck (mit Gummistiefeln) erklärte den Teilnehmern der Fronleichnams-Exkursion den Vogelgesang im Schlossgarten




Suche 

Spenden Sie für den Schutz unseres Naturerbes !

Die Bewahrung der...



Weidetier-Patenschaften

Die Einrichtung von...



Nach oben...