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Von wegen „Opfer, die Fake-Klamotten anderer Leute tragen“

Schwebfliegen im Fokus bei naturkundlicher Exkursion in den Stadtpark Wienburg am Sonntag, den 16. August

16. August 2020 - Von wegen „Opfer, die Fake-Klamotten anderer Leute tragen“: es fiel Sarah Klein-Hitpaß nicht schwer, diesen despektierlichen Spruch, der gerade in den sozialen Netzwerken viral geht, zu widerlegen. Im Gegenteil erwies sich die große Gruppe der Schwebfliegen als faszinierende und vielfältige Lebewesen, die eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht spielt.

Die heimischen Schwebfliegen standen im Fokus bei einer naturkundlichen Exkursion, die die NABU-Naturschutzstation Münsterland am vergangenen Sonntag, den 16. August, im Rahmen des Projektes „Münster summt auf“ im Stadtpark Wienburg anbot. Die Expertin Sarah Klein-Hitpaß, die sich bei ihrer Bachelor-Arbeit an der Hochschule Osnabrück intensiv mit Schwebfliegen beschäftigt hatte, und der Diplom-Biologe Dr. Thomas Hövelmann führten im naturnah belassenen Teil der großen städtischen Grünanlage in die heimische Natur und die Welt der Blütenökologie ein.

Sarah Klein-Hitpaß gab dabei zunächst einen Überblick über die Vielfalt der fast 500 heimischen Schwebfliegen-Arten und zeigte anhand vorbereiteter Abbildungen Einzelheiten zu Körperbau und Lebensweise. Einige Arten hatte sie kurz vor Beginn der Exkursion keschern und so den zehn Teilnehmern in kleinen Gläschen zeigen können - die gefangenen Tiere wurden nach Betrachtung unbeschadet wieder in die Freiheit entlassen.

Hövelmann ging derweil auf einzelne typische Pflanzenarten an den Gewässern und auf den Wiesen ein und stellte die verschiedenen Formen des Blütenbaus und des komplizierten Ablaufes der Befruchtung vor. Dabei achtete er streng auf die Wahrung des Corona-bedingten Abstandes und die regelmäßige Disinfektion der herumgereichten Gläschen.

Am Beispiel der besonders stark bedrohten, im Totholz lebenden Schwebfliegen-Arten plädierte Sarah Klein-Hitpaß in einem engagierten und mitreißendem Statement für mehr naturnahe Strukturen in unserer Landschaft und für die wichtige Rolle der Schwebfliegen wie aller Lebewesen im Naturhaushalt. Und so lernten die Teilnehmer nicht nur die Gewöhnliche und Kleine Mistbiene, die rasant längs gestreifte Teich-Schwebfliege, das Behaarte Weidenröschen und das Mädesüß kennen, sondern gewannen auch einen neuen Blick auf die oftmals als „Möchtegern-Wespen“ verspotteten Schwebfliegen – von wegen „Opfer, die Fake-Klamotten anderer Leute tragen“.




Sarah Klein-Hitpaß (rechts) stellte die faszinierende Welt der Schwebfliegen vor (Foto: Thomas Hövelmann)




In Fanggläschen konnten die Teilnehmer einzelne Exemplare wie von der Hummel-Schwebfliege betrachten (Foto: Thomas Hövelmann)

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