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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Erhalt alter Obstsorten

Veredlungskurs für Obstbäume auf Haus Heidhorn am vergangenen Samstag, den 2. März

5. März 2019 - Erhalt alter Obstsorten: Am vergangenen Samstag, den 2. März, fand der Veredelungskurs für Obstbäume auf Haus Heidhorn unter Anleitung des Baumschulmeisters Johannes Paus und Stephan Grote von der NABU-Naturschutzstation Münsterland statt. Dafür war es auch der perfekte Zeitpunkt, denn das Veredeln gelingt am besten von Ende Februar bis Anfang März mit Ende der starken Fröste.

Mit einer theoretischen Einführung durch Johannes Paus wurde der Kurs eingeleitet, in dem vorwiegend die einfachsten Veredelungsmethoden vorgestellt wurden. Schwerpunktmäßig ging es dabei um den Kopulierschnitt, welcher im Verlauf der Veranstaltung von den Teilnehmern selbständig erprobt wurde. Dazu wird mit einem sehr scharfen Messer sowohl beim bleistiftdicken, einjährigen Reiser als auch von der Unterlage, auf die veredelt werden soll, ein schräger Schnitt gesetzt. Die beiden möglichst ähnlich großen Schnittflächen werden daraufhin mit handelsüblichem Kreppband zusammengeklebt und mit Wundschutzcreme überzogen.

Hierzu wurden Unterlagen einer Apfelsorte verwendet, also ein junger Apfelbaum, auf den die Teilnehmer selbst ausgewählte Reiser von Apfelsorten wie Roter Stern oder Topaz, aber auch aus dem eigenen Garten mitgebrachte Obstsorten veredeln konnten.

Die Chancen der veredelten Apfelbäume zu reifen stehen sogar sehr gut. Bei der richtigen Pflege, beispielsweise durch das Entfernen von schwächeren Seitentrieben und Knospen in den ersten Jahren, können nach 10 bis 15 Jahren schon einige Äpfel geerntet werden. Die Neugier sollte man bis dahin zurückhalten, empfiehlt Paus, und höchstens Mal ein paar wenige Knospen am Zweig dran lassen, damit der Baum erst in das Wachstum des Kronenraumes investieren kann.

Im Theorieteil wurde noch auf viele weitere Aspekte der Veredelung eingegangen, wie zum Beispiel den Schutz der Obstbäume vor Vögeln und Wühlmäusen. Außerdem ist es laut Paus empfehlenswert, bei der Pflanzung neuer Obstbäume nicht exakt den Standort des vorherigen Baumes zu wählen, da der Boden nicht mehr genügend Nährstoffe bereitstellt.

Die Teilnehmer waren stets interessiert und stellten viele Fragen, sodass eine rege Diskussion entstand, die auch in der Kaffeepause fortgeführt wurde. Untereinander wurden dabei Erfahrungen ausgetauscht und man stand sich beim Veredeln mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem wurde noch ein Blick auf die jungen Obstbäume auf dem Außengelände von Haus Heidhorn geworfen, an denen unter anderem nochmal die Wahl der Reiser erklärt wurde.

Die Teilnehmer nahmen am Kursende stolz ihre selbst veredelten Obstbäume sowie ein Handout mit nützlichen Hinweisen zur Veredelung mit nach Hause - so kann der Erhalt alter Obstsorten gelingen. Der Kurs ist Bestandteil einer Ausbildungsreihe, die im Rahmen des EFRE-geförderten Projektes „Erlebbarer Obstwiesenschutz im Münsterland“ stattfindet. Das Projekt wird gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (EFRE NRW 2014-2020).

Text: Linda Ponath; die Bachelor-Studentin der Landschaftsökologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster absolviert derzeit ein Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland




Im Kursraum auf Haus Heidhorn gab Seminarleiter Johannes Paus eine theoretische Einführung in das Veredeln von Obstgehölzen (Fotos: Linda Ponath)




Auf dem Außengelände von Haus Heidhorn wurde die richtige Auswahl von Reisern besprochen

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