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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Laubfrosch & Co.

Ein Tag im Zeichen des praktischen Amphibienschutzes

14. Mai 2019 - Laubfrosch & Co.: Auf Haus Heidhorn fand am vergangenen Freitag, den 10. Mai, eine ganztägige Veranstaltung zum Thema praktischer Amphibienschutz und die alltäglichen und manchmal auch kuriosen Herausforderungen, die mit der Anlage von Amphibiengewässern verbunden sind, statt.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde machte Dr. Christian Göcking den Anfang mit einem Vortrag über verschiedene Artenschutzmaßnahmen der Naturschutzstation, die schwerpunktmäßig auf den Laubfrosch, die Knoblauchkröte, aber auch auf Molche zielen. Hier wurde ausgeführt, was bei der Anlage eines Gewässers zu beachten ist, wie beispielsweise die richtige Tiefe, die Form und Steilheit der Uferlinie, aber auch die dann notwendige Unterhaltung der Gewässer. So braucht der Laubfrosch, eine Symbolart für die einstmals reich strukturierte münsterländer Parklandschaft, sonnige Gewässer, was eine regelmäßige Pflege der Ufer voraussetzt. Fischfreiheit ist ein weiterer Aspekt, der nicht leicht dauerhaft umzusetzen ist, wenn z.B. aus falsch verstandener Tierliebe oder Unwissenheit plötzlich Goldfische oder andere exotische Arten in solchen Gewässern auftauchen. Diese fressen den Laich der Lurche und stellen somit eine Gefahr für den Erfolg dar.

In einem weiteren Vortrag, für den eigens Bruno Scheel vom NABU Niedersachsen angereist war, ging es um einen ganz anderen Aspekt: hier lag der Fokus auf  der Umsetzung von Schutzmaßnahmen in Kombination mit der Möglichkeit, Hochwasserereignisse durch verbesserte Wasserrückhaltung im Wald abzumildern. In der Praxis sieht dies so aus, dass Wegeseitengräben im Wald durch sogenannte Grabentaschen aufgeweitet werden. Hierdurch entstehen sowohl temporäre Kleingewässer als auch Wasserrückhaltemöglichkeiten bei Starkregenereignissen.

Nach dieser theoretischen Einführung ging es mit der Gruppe zu zwei Standorten, an denen aktiv eingegriffen worden ist, um Laubfrosch und Co einen geeigneten Lebensraum zu bieten. Zuerst wurde die Mengelenheide zwischen Handorf und Telgte angefahren, wo eines der größten Laubfroschvorkommen des Münsterlandes beheimatet ist – inklusive weiterer Arten, die ähnliche Bedürfnisse haben, wie  Libellenlarven, Kamm- und Teichmolch, großer Kolbenwasserkäfer und andere.

Der zweite Standort war das Beweidungsgebiet „Emsaue Pöhlen“ in Westbevern, wo Koniks und Heckrinder für eine reich strukturierte, halbwilde Weidelandschaft sorgen. Norbert Menke hatte hier als Einstieg eine Besonderheit dabei: In großen Eimern befanden sich wahre Raritäten unter den Amphibien, die er eigens für die Veranstaltung aus der Nachzuchtstation in Ennigerloh mitgebracht hatte: Sowohl die heimliche Knoblauchkröte, als auch die Gelbbauchunke und die Kreuzkröte konnten aus nächster Nähe begutachtet und bewundert werden.

In dem Beweidungsgebiet liegen mehrere Gewässer unterschiedlicher Ausprägung und Tiefe, die von Norbert Menke gezeigt und hinsichtlich der durchgeführten Optimierungsmaßnahmen erläutert wurden. Auch hier kommt der Laubfrosch vor, die Maßnahmen zielten jedoch besonders auf den Erhalt der Knoblauchkröte oder auch des Kartoffeltrolls, wie sie im Volksmund früher oft genannt wurde, ab – mit Erfolg, wie die Teilnehmer im Laufe des Nachmittags erfuhren.

Text und Bilder: Judith Minker; die Diplom-Landschaftsökologin absolviert derzeit ein freiwilliges Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland

Diese und mehr als 130 weitere attraktive Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungsprogramm der NABU-Naturschutzstation Münsterland, das in gedruckter Form an zahlreichen Stellen kostenlos ausliegt und hier als PDF zum Download bereit steht (2,4 MB).




Gebannt folgten die Seminar-Teilnehmern den Ausführungen von Dr. Christian Göcking zu heimischen Amphibien




An ausgewählten Gewässern bei Telgte wurden Aspekte des praktischen Amphibienschutzes diskutiert

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