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Kiebitzschutz in ganz Deutschland fördern

Bundesweite Tagung zum Thema „Perspektiven des Kiebitzschutzes in Deutschland“ am Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster

11. Februar 2019 - Kiebitzschutz in ganz Deutschland fördern: Im Rahmen des Projektes „Sympathieträger Kiebitz“ des Bundesprogramms Biologische Vielfalt luden das Michael-Otto-Institut im NABU, die NABU-Naturschutzstation Münsterland und das Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster am vergangenen Wochenende, den 9. und 10. Februar, zu der bundesweiten Fachtagung „Perspektiven des Kiebitzschutzes in Deutschland“ ein.

Über 150 Haupt- und Ehrenamtliche, die im Kiebitzschutz tätig sind, informierten und diskutierten an diesem Wochenende über die Perspektiven bereits bestehender Projekte und die Wirksamkeit verschiedener Schutzmaßnahmen. Dabei wurde allen Beteiligten die Notwendigkeit des Schutzes des Kiebitzes deutlich, dessen unverwechselbarer Kiee-wiit-Ruf bis vor einigen Jahrzehnten noch auf vielen Feldern und Wiesen zu hören war. Denn heutzutage gehört mittlerweile viel Glück zur Beobachtung des Kiebitzes, da zwischen 1992 und 2017 der Bestand bundesweit um 88 % zurückgegangen ist.

Der Kiebitz benötigt als Feldvogel offene, bevorzugt feuchte Flächen für die Brut und Aufzucht der Küken. Durch intensive Bewirtschaftung und den Anbau von Monokulturen gehen solche Flächen jedoch weitestgehend verloren, was in den letzten Jahren zu einem dramatischen Rückgang der Kiebitzpopulationen in ganz Deutschland führte. Um diesen Rückgang zu stoppen und den Erhalt der Art zu sichern, ist die Zusammenarbeit mit Landwirten sowie auch Behörden, der Jägerschaft und anderen Akteuren in der Fläche unabdingbar. Referenten aus ganz Deutschland stellten in diesem Rahmen die Ergebnisse und Erfolge aus verschiedenen Projekten vor. Dabei zeigte sich, dass vor allem das Anlegen von sogenannten Kiebitzinseln und das Markieren der Nester zu einem deutlich verbesserten Brut- und Aufzuchterfolg führte.

Doch nicht nur die intensive Landwirtschaft macht den Vögeln zu schaffen, sondern auch die Prädation durch Raubvögel und -säuger, sowie Witterung und Nahrungsmangel durch den abnehmenden Insektenbestand sind weitere Faktoren, die den Aufzuchterfolg behindern. Dieser muss aber zum Erhalt der Art bei mindestens 0,8 Jungvögeln pro Brutpaar innerhalb eines Jahres liegen. Ohne aktive Schutzmaßnahmen ist somit das Verschwinden dieser Art aus vielen Landstrichen Deutschlands nicht zu verhindern.

Die Tagung ermöglichte den Austausch von Fachleuten aus ganz Deutschland und vor allem die Gründung der bundesweiten AG Kiebitzschutz gibt Hoffnung, denn die Vorträge und Diskussionen zeigten deutlich: Es gibt Erfolge im Kiebitzschutz – Kiebitzinseln und Nestmarkierungen erwiesen sich in den letzten Jahren als erfolgreiche Schutzmaßnahmen. Dennoch gibt es vielerorts noch großen Bedarf an der Durchführung dieser Maßnahmen und auch die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft muss enger erfolgen. Die AG Kiebitzschutz soll dabei die intensive Zusammenarbeit von Verbänden in ganz Deutschland ermöglichen, sowie die Entwicklung und Durchführung von Schutzmaßnahmen fördern.

Für weitere Informationen zur AG Kiebitzschutz: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/kiebitz/19482.html

Text: Kirsten Germing; die Bachelor of Science der Biowissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster absolviert derzeit ein freiwilliges Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland







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