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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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48165 Münster

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Fax: 02501 - 9719438
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Bunte Bänder in der Landschaft

Erkundung artenreicher Weg- und Straßenränder bei Gremmendorf und Mecklenbeck am vergangenen Wochenende

11. Juni 2018 - An zwei verschiedenen Orten in Münster stellte Diplom-Biologe Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münster am vergangenen Wochenende jeweils auf einem botanischen Spaziergang vor, was auf den oftmals unterschätzten Randstreifen unserer Straßen und Wege so alles wächst und blüht.

Zunächst führte am Freitag, den 8. Juni, ein botanischer Rundgang nach Gremmendorf. Die 15 Teilnehmer erfuhren auf ihrem kurzen Spaziergang viel Neues über die Botanik ihrer näheren Umgebung, vom giftigen Taumel-Kälberkropf bis zur gesunden Kamille.

Am Sonntag, den 10. Juni, führte Hövelmann dann rund 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei strahlendem Sonnenschein auf einem weiteren botanischen Exkurs durch den Norden von Mecklenbeck. Dort zeigte er zunächst entlang der Mecklenbecker Straße, wie sich Pflanzen an die vom Menschen gemachte Umgebung anpassen. So nutzt das Gänseblümchen oft gemähte Rasenstreifen, weil die Konkurrenz hier nicht so stark ist, das Knopfkraut zwängt sich durch enge Spalten im Asphalt. In den weniger oft gemähten Randstreifen konnten zahlreiche typische Arten wie Zaunwicke oder Schafgarbe gefunden werden, in einem angrenzenden Park auch grüner Pippau, Ackerkratzdistel oder scharfer Hahnenfuß. Dabei ist aber auch der große Anteil an hohen Gräsern aufgefallen sowie veränderte Blütezeiten im Zuge des Klimawandels.

Die Veranstaltungen zum Thema Weg- und Straßenränder dienen nicht nur der Erweiterung der Artenkenntnis für Botanik-Interessierte. Durch sie soll vor allem auch die ökologische Bedeutung dieser Lebensräume für Blütenpflanzen und Insekten sowie die Wichtigkeit von Artenvielfalt in der Agrarlandschaft vermittelt werden. Durch intensive Nutzung und Düngung von Äckern wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr Blütenpflanzenarten verdrängt. Die Ränder an Straßen und Wegen sind oft ihr einziges Rückzugsgebiet, sie sind jedoch unabdingbar für den Fortbestand vieler Insekten und v.a. Bienen, welche wiederum als Bestäuber letztendlich auch für den Menschen von erheblicher Bedeutung sind.

Die NABU-Naturschutzstation Münsterland pflegt seit vielen Jahren in Zusammenarbeit mit der Stadt Münster eine Auswahl besonders artenreicher Weg- und Straßenränder im gesamten Stadtgebiet und bemüht sich, in Abstimmung mit der Straßenbauverwaltung der Stadt Münster und von Straßen.NRW eine flächendeckende Optimierung der Straßenrand-Unterhaltung zu erreichen - damit es in Münster in Zukunft noch mehr bunte Bänder im Stadtgebiet gibt.

Text: Carolin Voigt; Die Bachelor-Studentin der Landschaftsökologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster absolviert derzeit ein Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland




Sowohl am Freitag, den 8. Juni in Gremmendorf...




... als auch am Sonntag, den 10. Juni, standen artenreiche Weg- und Straßenränder im Mittelpunkt zweier botanischer Exkursionen mit Dr. Thomas Hövelmann (Fotos: Monique Eberhardt und Britta Ladner)

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