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Entschleunigter Spaziergang durch die Blütenwelt

Botanischer Spaziergang in Mecklenbeck am vergangenen Sonntag, den 24. Juni

26. Juni 2018 - Um den Einfallsreichtum von Blüten ging es am vergangenen Sonntag den 24.06.2018, bei einem botanischen Spaziergang in Münster-Mecklenbeck. Gut zehn Teilnehmer erkundeten unter der Leitung von Naturführerin Britta Ladner und ausgestattet mit Lupen die vielen kleinen Wunder unserer heimischen Blütenpflanzen.

Den Aufbau von Schmetterlingsblüten lernte die Gruppe zunächst anhand der sehr großen Blüten einer Breitblättrigen Platterbse kennen, die Britta Ladner aus dem nachbarlichen Garten mitgebracht hatte. Sogar den Bestäubungsmechanismus, der an eine Nudelspritze erinnert, konnten die Teilnehmer von Hand auslösen. Es fiel nicht schwer, im heimischen Gewöhnlichen Hornklee denselben Blütenaufbau wieder zu erkennen. Hier den Bestäubungsmechanismus auszulösen, war aufgrund der wesentlich geringeren Blütengröße jedoch schon schwieriger... Mit der Lupe ließ sich gut erkennen, dass die kleinen Blütenköpfchen von Rot-Klee und Weiß-Klee ebenfalls aus vielen einzelnen kleinen Schmetterlingsblüten bestehen. Hier erfolgt die Bestäubung jedoch durch einfaches Herunterklappen des Schiffchens, wodurch die Staubbeutel und die Narbe freigelegt werden und das Insekt berühren.

Das Blütenkörbchen der Echten Kamille wirkt nicht nur auf Insekten wie eine einzelne verlockende Blüte. Tatsächlich aber ist es aus weißen, sterilen Zungenblüten am Rand und gelben, fertilen Röhrenblüten in der Mitte aufgebaut. Somit handelt es sich hier nicht um eine Einzelblüte, sondern um einen ganzen "Korb voller Blüten", den man auf einer Fingerspitze balancieren kann. Außer am typischen Duft lässt sich die Echte Kamille an dem hohlen aufgewölbten Körbchenboden erkennen. Dies ist auch ohne Lupe gut sichtbar. Mit dem Kleinblütigen Pippau lernte die Gruppe einen weiteren Korbblütler kennen. Seine Körbchen enthalten ausschließlich Zungenblüten. Im Gegensatz dazu besteht das Körbchen der Acker-Kratzdistel nur aus Röhrenblüten. Mit der Lupe lassen sich die einzelnen fünfzipfeligen Blütchen mit den Staubfaderöhren und den aus diesen herausragenden Griffeln gut erkennen. So viel Schönheit ließ diese eher ungeliebte - weil wehrhafte - Pflanze in einem wesentlich sympathischeren Licht erscheinen.

Die Pflanze des Tages war natürlich das Johanniskraut - in diesem Fall das Geflügelte Johanniskraut. Der Johannistag am 24. Juni hat der zu dieser Zeit blühenden Pflanze ihren Namen gegeben - ihre leuchtend gelben, fünfzähligen Blüten mit den vielen langen, in Gruppen angeordneten Staubblättern sind weithin sichtbar. Eine andere Art, das Tüpfel-Johanniskraut, wird in der Pflanzenheilkunde zur Behandlung leichter Depressionen eingesetzt. Einer seiner Wirkstoffe, das Hypericin, das sich in den schwarzen Flecken der Kron- und Kelchblätter befindet, färbt beim Zerreiben der Blüten die Finger rot.

Besonders hübsch ist das Echte Mädesüß, ein Rosengewächs, das bevorzugt an feuchten Standorten wächst. Seine weißen Blütenstände, bei denen die seitlichen Blütentriebe charakteristischerweise den mittleren überragen, sind aus unzähligen kleinen fünfzähligen Blütchen zusammengesetzt und verströmen einen starken Duft. Sie eignen sich zum Aromatisieren von Sahne.

Immer wieder luden größere Blüten (wie die des Saat-Mohns) und kleinere Blüten (wie die des Persischen Ehrenpreis') zum Verweilen und zu genauerer Betrachtung ein und sorgten so auf diesem sommerlichen Spaziergang für Entschleunigung und für Erholung vom oft hektischen Alltag.




Exkursionsleiterin Britta Ladner (2. von rechts) erklärte den Exkursionsteilnehmern die Blütenökologie heimischer Wildpflanzen (Fotos: Sophia Närmann)




Mit der Lupe konnten Details der Bestäubung entdeckt werden

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