Termine Spenden Kontakt
Startseite
Über uns
Artenschutz
Lebensraumschutz
Landschaftspflege
Weidelandschaften
Umweltbildung / BNE
NABU-Regionalstelle
Naturschutz in der Stadt
Mitglied werden
Aktiv sein
Kontakt
Unsere Partner
Datenschutz
Impressum

NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

Tel. 02501 - 9719433
Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

Bankverbindung:
Sparkasse Münsterland Ost
BLZ 400 501 50
Konto-Nr. 26 00 52 15

IBAN DE 41 4005 0150 00 26 00 5215
BIC WELADED1MST

Startseite: Presse

Vielfalt im Acker

Botanische Exkursion zur Ackerwildkräutern auf dem Hof lütke Jüdefeld am vergangenen Freitag, den 8. Juli

9. Juli 2022 - Vielfalt im Acker: Fast dreißig heimische Ackerwildkräuter zeigte der Diplom-Biologe Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland im Rahmen einer botanischen Exkursion am vergangenen Freitag, den 8. Juli. Ackerfrauenmantel, Acker-Krummhals, Acker-Vergissmeinnicht und Woll-Wicke: Die Liste der vorgestellten Pflanzenarten nahm beinahe kein Ende. Damit wollte Hövelmann keinesfalls die ein Dutzend Teilnehmer erschlagen, sondern anhand dieser Vielzahl die Unterschiede in der Artenvielfalt zwischen biologisch und konventionell bewirtschafteten Flächen vorführen. Auch mehrere Mohn-Arten und die Kornblume durften nicht fehlen, und sogar der seltene Einjährige Knäuel wurde entdeckt.

Entlang der nach Naturland-Kriterien bewirtschafteten Roggenfelder des Hofes lütke Jüdefeld an der Gasselstiege in Münster wurden zahlreiche Ackerwildkräuter unter die Lupe genommen und mit der ein oder anderen Anekdote genauer erklärt. So zum Beispiel das Acker-Stiefmütterchen, eine heimische und kleine Verwandte unseres Garten-Stiefmütterchens. Im Inneren der kleinen Blüten weisen ein dottergelber Fleck und schwarze Linien in das Innere der Blüte - eine "alte Tante mit Landebahn".

Für den Standort Acker ist eine regelmäßige Störung durch den Pflug kennzeichnend. Auf diese Weise können sich besonders einjährige Arten, die auf Offenboden angewiesen sind, etablieren. Werden diese Flächen nicht mehr umgebrochen, verdrängen konkurrenzstärkere, mehrjährige Arten die typischen Pionierpflanzen. Bevor es vom Menschen bewirtschaftete Ackerflächen gab, waren diese auf Pionierstandorten wie zum Beispiel auf regelmäßig überfluteten Sandbänken anzutreffen. Heutzutage werden diese Ackerwildkräuter aufgrund der intensiven Landwirtschaft immer seltener und finden häufig nur noch am Rand oder auf biologisch bewirtschafteten Ackerflächen Lebensmöglichkeiten.




Dr. Thomas Hövelmann (2. von links) erläuterte die zahlreichen Wildkräuter auf den ökologisch bewirtschafteten Roggenäckern des Bioland-Hofes lütke Jüdefeld (Foto: Dr. Rainer Klocke)




Suche 

Spenden Sie für den Schutz unseres Naturerbes !

Die Bewahrung der...



Weidetier-Patenschaften

Die Einrichtung von...



Nach oben...