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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Fax: 02501 - 9719438
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Rückgang trotz Anpassungsfähigkeit

Der Bergmolch – Lurch des Jahres 2019

28. Januar 2019 - Mit seinem orangeroten Bauch und gelb-schwarz marmorierten Rückensaum zählt der Bergmolch zu den schönsten heimischen Amphibienarten. Vor allem zur Paarungszeit im Frühjahr bieten die blau gefärbten Männchen mit ihrem kontrastreichen Leopardenlook aus schwarzen Flecken auf einem silbrig weißen Seitenband einen prächtigen Anblick im Teich.

Der Bergmolch wurde zum „Lurch des Jahres 2019“ ausgerufen. Die bis zu 12 cm großen gesetzlich geschützte „Unterwasserdrachen“ gehören zu den Schwanzlurchen und damit, wie unsere Frösche und Kröten, zu den 20 in Deutschland heimischen Amphibienarten.

Der Bergmolch ist ein typischer Bewohner waldreicher Mittelgebirge, besiedelt aber auch tiefere Lagen wie das Münsterland. Die anpassungsfähige Art pflanzt sich in Kleinstgewässern aller Art fort, wie Tümpel, wassergefüllten Fahrspuren oder Straßengräben. Als amphibisch lebende Art ist der Bergmolch jedoch auch auf geeignete Tages- und Überwinterungsverstecke an Land angewiesen, beispielsweise unter Holz und Laub.

Obwohl derzeit noch als ungefährdet eingestuft, gilt auch für den Bergmolch wie für die meisten Amphibienarten, dass die Populationen schwinden und die Bestände zurückgehen. Auch im Münsterland gibt es Lücken im Verbreitungsgebiet des Bergmolches. Vor allem in landwirtschaftlich geprägten Umgebungen ist der Bergmolch weniger häufig zu finden und abnehmend, da er waldreiche Gebiete oder zumindest die Nähe zu größeren Gehölzstrukturen bevorzugt.

Zu den wichtigsten Gefährdungsursachen gehören das Zuschütten von Kleingewässern, der Eintrag von Umweltgiften und Dünger sowie die direkten Verluste wandernder Tiere durch den Straßenverkehr. Darüber hinaus stellen illegal eingesetzte Fische in natürlichen Kleinge-wässern eine Gefährdung dar – denn Molche und ihre Hauptfeinde schließen sich auf die Dauer meist aus.

Als Schutzmaßnahme ist es daher generell wichtig, besiedelte Gewässer zu erhalten und neue Fisch-freie Laichgewässer in Nähe zu bestehenden Vorkommen anzulegen. Auch Gewässer in Gärten dienen dem Bergmolch als Lebensraum. Gehölze sowie Haufen aus Laub und Schnittgut sollten in der Nähe des Gewässers vorhanden sein und bieten dem Bergmolch Schutz an Land.

Die NABU-Naturschutzstation Münsterland versucht mit vielen ehrenamtlichen Helfern in ganz Münster, der Gefährdung des Bergmolches und anderer Amphibien im Straßenverkehr durch Schutzzäune vorzubeugen. Die mit Fangeimern ausgestatteten Zäune werden regelmäßig kontrolliert, um die Amphibien sicher über die Straße zu bringen.

Text: Claudia Frank; die M.Sc. der Landschaftsökologie absolviert derzeit ein freiwilliges Praktikum bei der NABU-Naturschutzstation Münsterland




Die Männchen des Bergmolchs fallen zur Paarungszeit durch ihren leuchtend orangen Bauch auf (Foto: Andreas Meyer/DGHT)




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