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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

Tel. 02501 - 9719433
Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

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Bundesumweltministerin Hendricks eröffnet Projekt der NABU-Naturschutzstation Münsterland

Fit für den Klimawandel - gemeinsam für stabile und naturnahe feuchte Wälder im Münsterland

Sturm, Trockenheit und Starkregen – von den Auswirkungen des Klimawandels sind unsere Wälder besonders betroffen, sollen sie doch vielen Pflanzen- und Tierarten ein Zuhause und zukünftigen Generationen ein Einkommen bieten. Daher ist es wichtig, Wälder fit für den Klimawandel zu machen. Genau das ist das Ziel des Projektes, das am Freitag von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär des NRW-Umweltministeriums, auf Haus Heidhorn in Münster offiziell eröffnet wurde.

„Wälder sind wichtige Klimaschützer, weil sie CO2 binden und speichern. Zugleich sind sie von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen. Wir wollen herausfinden, wie unsere Wälder auch lange Trockenperioden überstehen können, damit sie langfristig gesund bleiben. Das Projekt des NABU Münsterland ist dabei eine große Hilfe. Denn was wir hier lernen, können wir später auch auf andere Wälder in Deutschland übertragen“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.

Laut Staatssekretär Becker leiden viele Wälder in NRW unter einem immer wärmeren und trockenerem Klima während der Hauptwachstumsphasen: „Die Wälder werden durch die neuen klimatischen Bedingungen erheblich unter Stress gesetzt. Unsere jährliche Erhebung zum Waldzustand zeigt, dass wir heute, auch in Folge des jetzt schon zu beobachtenden Klimawandels, fast dreimal so viele Schäden an unseren Bäumen haben wie vor 30 Jahren. Deswegen ist es so wichtig, Anpassungsstrategien für den Wald zu entwickeln.“ betonte Becker.

Die NABU-Naturschutzstation Münsterland wird gemeinsam mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW Maßnahmen für eine nachhaltige, naturnahe Anpassung feuchter Wälder an Klimaveränderungen entwickeln und umsetzen. Der größte Teil der insgesamt 3,3 Mio € Projektförderung wird von den Bundesministerien für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und für Ernährung und Landwirtschaft aus dem Waldklimafonds bereitgestellt. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich mit 10 % an den Kosten, der NABU Deutschland übernimmt einen Eigenanteil von einem Prozent.

Südlich von Münster erstreckt sich über mehr als 20 km ein Band aus überwiegend feuchten Wäldern mit hohem Eichenanteil. Die wichtigsten Teilflächen sind die Davert und der Wolbecker Tiergarten, die bereits als europäische Natura 2000- und Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Aber auch angrenzende Waldflächen wie die Hohe Ward sollen auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden. Seit Jahrhunderten haben entwässernde Maßnahmen dafür gesorgt, dass die oft sumpfigen Wälder überhaupt genutzt werden konnten. „Die veränderten Klimabedingungen erfordern jedoch, die ursprünglich sinnvollen Maßnahmen anzupassen,“ erläutert Andreas Wiebe, Leiter des Landesbetriebs Wald und Holz, die Notwendigkeit des Vorhabens, „insbesondere versprechen wir uns von einer Verzögerung des sommerlichen Wasserverlustes eine Stabilisierung der Eichenwälder“.

In den kommenden drei Jahren sollen Optimierungen des Bodenwasserhaushaltes die Anpassung der Wälder an den Klimawandel ermöglichen, um vitale Waldbestände und gesunde Bäume zu erhalten. Die dauerhafte Sicherung von Tot- und Altholz sowie Aufforstungen dienen weiterhin der Speicherung des Treibhausgases Kohlendioxid. Auch soll ein entwässertes Hochmoor reaktiviert werden, was sich ebenfalls günstig auf die CO2-Haushalt auswirkt.
„Im Rahmen des Projektes bieten wir privaten Waldbesitzern an, ihre Bestände auf den Klimawandel vorzubereiten, und das auf freiwilliger Basis“, streicht Dr. Britta Linnemann, Geschäftsführerin der NABU-Naturschutzstation Münsterland heraus. In Kooperation mit dem Landesbetriebs Wald und Holz NRW soll eine Beratung der Waldbesitzer stattfinden. Angemessene Entschädigungsleis-tungen, z.B. bei der dauerhaften Sicherung von Altholz, stehen zur Verfügung. „Die Modellhaftigkeit des Projektes erlaubt es, die gewonnenen Ergebnisse auf vergleichbare Standorte zu übertragen,“ so Linnemann weiter.

Die geplanten Maßnahmen sind gleichzeitig geeignet, die Natürlichkeit der Wälder zu erhalten und zu erhöhen. In den Wäldern südlich von Münster lebt eine Vielzahl typischer Arten von Eichenwäldern, die anderenorts selten geworden oder ganz verschwunden sind. So findet in der Davert die landesweit größte Population von Mittelspechten ein Zuhause, außerdem bewohnen zahlreiche Fledermausarten und der Feuersalamander die weitläufigen Wälder. Die Information der Öffentlichkeit zum Thema Wald im Klimawandel sind ebenso wie die Einrichtung von bundesweit bedeutenden Referenzflächen weitere Bestandteile des Projektes, das durch das Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster wissenschaftlich begleitet wird.

Die NABU-Naturschutzstation Münsterland ist als Biologische Station des Landes NRW in den Kreisen Münster und Warendorf tätig. "Wir freuen uns sehr auf die Herausforderung, die Wälder südlich von Münster fit für den Klimawandel zu machen," so Dr. Gerd Bülter, Vorsitzender der NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V., "gerade die Davert und der Wolbecker Tiergarten sind zusammen mit den dazwischen liegenden Waldgebieten sowohl für den Klimaschutz als auch für die Artenvielfalt im Münsterland von zentraler Bedeutung."




gemeinsam freuen sich über das neue Projekt der NABU-Naturschutzstation Münsterland (von links nach rechts): Ulrich Etienne (stellv. Vorsitzender NABU-Naturschutzstation Münsterland), Prof. Dr. Norbert Hölzel (Universität Münster), Josef Tumbrinck (Vorsitzender NABU NRW), Dr. Britta Linnemann (Geschäftsführerin NABU-Naturschutzstation Münsterland), Jürgen Rost (Leiter Bundesforstbetrieb Rhein-Weser), Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, Norbert Blumenroth (Leiter Höhere Landschaftsbehörde bei der Bezirksregierung Münster), Horst Becker (parlamentarischer Staatssekretär Umweltministerium NRW), Dr. Georg Verbücheln (Abteilungsleiter Naturschutz beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW), Wendela-Beate Vilhjamsson (Bürgermeisterin Stadt Münster), Dr. Martin Woike (Abteilungsleiter Naturschutz Umweltministerium NRW), Dr. Philipp Freiherr von Heeremann (Vorsitzender Waldbauernverband NRW), Andreas Wiebe (Leiter Landesbetrieb Wald und Holz), Alfred Edelhoff (Landesbetrieb Wald und Holz) und Heinz-Peter Hochhäuser (Landesbetrieb Wald und Holz)




Impressionen von der Auftaktveranstaltung:

Josef Tumbrinck (Vorsitzender NABU NRW) mit Dr. Elsa Nickel (Abteilungsleiterin Naturschutz beim Bundesumweltministerium) und Dr. Britta Linnemann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland

Peter Hlubek (Vorsitzender NABU Münster, links) lauscht den Ausführungen von Alfred Edelhoff (Landesbetrieb Wald und Holz)

Gefragte Interview-Partnerin: Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks

Knut Paulus sorgte mit originellen Speisen für gute Laune

Prof. Dr. Norbert Hölzel (Universität Münster, links) mit Dr. Hans-Joachim Schäfer (Landesbetrieb Wald und Holz)

Ministerin Hendricks zeigt Dr. Britta Linnemann, wo es lang geht; rechts daneben Josef Tumbrinck und Wendela-Beate Vilhjalmsson (Bürgermeisterin Stadt Münster)

Prof. Dr. Norbert Hölzel mit Ministerin Hendricks und Dr. Britta Linnemann

Die beiden höchsten Vertreterinnen des Naturschutzes in Deutschland: Ministerin Dr. Barbara Hendricks und Abteilungsleiterin Dr. Elsa Nickel vom Bundesumweltministerium

Das Bistum Münster wurde vertreten durch die Umweltbeauftragte Maria Kleingräber (links) und Notburga Heveling (Vorsitzende Diözesankomitee der Katholiken)

Dr. Philipp Freiherr von Heeremann (links) mit Alfred Edelhoff und Dr. Martin Woike (Abteilungsleiter Naturschutz beim Umweltministerium NRW)

Diskussion unter Fachkollegen: Josef Schäpers (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW) mit Ingobert Rex (Untere LandschaftsbehördeKreis Warendorf) und Dirk Dreier(Untere Landschaftsbehörde Stadt Münster)

Vanessa Ternes, Farina Meyer (beide Freiwilliges Ökologisches Jahr) und viele weitere Helfer der NABU-Naturschutzstation Münsterland halfen hinter den Kulissen

Ulrich Etienne begrüßte als stellvertretender Vorsitzender der NABU-Naturschutzstation Münsterland die zahlreichen Gäste im historischen Fachwerkspieker

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