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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Daten für den Insektenschutz

Aufbau von vier Malaise-Fallen in Münster

15. Juli 2019 - Daten für den Insektenschutz: An vier Standorten in Münster wurden am vergangenen Samstag, den 13. Juli, so genannte "Malaise-Fallen" aufgebaut. Dr. Martin Sorg vom Entomologischen Verein Krefeld war eigens angereist, um die standardisierten zeltähnlichen Fallen einzurichten, die vor allem Fluginsekten erfassen soll.  Mit routinierten Handgriffen richtete Sorg mit Hilfe seiner Frau die Fallen ein. "In diesem Jahr haben wir bereits mehr als 100 dieser Einrichtungen aufgestellt", so Sorg, der nach dem Aufbau jeden Standort mit einer Kameradrohne standardisiert aus 10 m, 50 m und 100 m Höhe fotografierte. Mittlerweile werden solche Fallen von Sorg weltweit aufgestellt: "Zwei stehen auf den Philippinen, und in Rumänien 16. Frankreich, Spanien, und demnächst kommen 120 in Thüringen dazu..."

Die Malaise-Fallen sollen dazu dienen, die Menge und die Vielfalt in verschiedenen städtischen Lebensräumen zu erfassen und den Erfolg zukünftiger Maßnahmen für den Insektenschutz zu ermitteln. Die langjährigen Ergebnisse der Krefelder Käferkundler hatten die aktuelle Diskussion zum Insektensterben mit all ihren Konsequenzen wie das bayerische Volksbegehren "Rettet die Bienen" erst ins Rollen gebracht.

Dazu wurden folgende vier Standorte eingerichtet:

- Zentralfriedhof Münster als innerstädtische Grünfläche

- Landschaftspark Mecklenbeck als naturnahe städtische Grünanlage

- Truppenübungsplatz Dorbaum als für Münster optimaler, weil im weiten Umkreis seit langem nicht landwirtschaftlich genutzte und unzerschnittener Lebensraum

- landwirtschaftliche Nutzfläche bei Nienberge-Häger als Standort für die Agrarlandschaft.

Die Einrichtung der Fallen folgt dabei einem genau vorgegebenen Schema, um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten - eine Stärke des Entomologischen Vereins Krefeld, der die Relevanz der langjährig ermittelten Daten deutlich untermauerte. Zur Einrichtung der Fallen gehört auch die Anfertigung einer pflanzensoziologischen Vegetationsaufnahme von 3,5 x 3,5 m Größe einschließlich Moosen und Flechten sowie eine Gesamtartenliste von Wildpflanzen im Umkreis von 50 m, die Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland praktischerweise gleich an Ort und Stelle erledigen konnte.

Die Fallen selber tragen dabei nicht zum Insektensterben bei. "So eine Falle fängt ca. 3 g Insekten pro Tag", erläutert Sorg aus langjähriger Erfahrung, "das entspricht der Nahrungsaufnahmen eines Meisenpärchens oder einer Zwergspitzmaus, dem kleinsten europäischen Säugetier." Die Flaschen mit den gefangenen Insekten werden ab sofort bis Ende Oktober im 14täglichen Rhythmus geleert und in Krefeld ausgewertet werden - man darf gespannt sein auf die ersten Daten für den Insektenschutz in Münster.




Selbst ist der Mann: Dr. Martin Sorg vom Entomologischen Verein Krefeld beim Aufbau einer Malaise-Falle auf dem Zentralfriedhof Münster




Standort einer Malaise-Falle im Landschaftspark Mecklenbeck

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