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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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48165 Münster

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Fax: 02501 - 9719438
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Auf der Suche nach dem Pelzbienen-Ölkäfer

Erster Nachweis des Pelzbienen-Ölkäfers in Münster – NABU bittet um Meldungen von weiteren Beobachtungen

Pelzbienen-Ölkäfer (Foto: B. Philipp)

7. September 2020 – Ende August gelang Mitarbeitern der NABU-Naturschutzstation Münsterland der erste bekannte Nachweis des Schmalflügeligen Pelzbienen-Ölkäfers (Sitaris muralis) in einem Wohngebiet in Münster. Die unscheinbaren schwarzen, etwa ein Zentimeter großen Käfer hielten sich an einer regengeschützten, sonnenexponierten Hauswand über einem trockenen Vorgartenbeet auf.

Nun möchte die NABU-Naturschutzstation in Zusammenarbeit mit dem Käferspezialisten Dr. Johannes Lückmann die Verbreitung des seltenen Käfers im Münsterland weiter verfolgen und bittet alle Naturfreunde, Beobachtungen wenn möglich mit Fotos an die unten angegebene Email-Adresse zu melden.

Bis zu Beginn der 1990er Jahre war der Käfer ausschließlich in der Rheinebene Baden-Württembergs, in Rheinland-Pfalz und Hessen bekannt. Danach gab es Meldungen von einzelnen Fundorten in NRW, in Niedersachen, im Saarland und in Bayern. Die Funde legen nahe, dass sich der Pelzbienen-Ölkäfer, eventuell auch aufgrund klimatischer Veränderungen, weiter nach Norden ausbreitet.

Überaus spannend am Pelzbienen-Ölkäfer ist seine einzigartige Vermehrungsstrategie. Seine Larven entwickeln sich parasitisch in den Nestern von Pelzbienen, manchmal auch von Mauerbienen. Die Weibchen der Ölkäfer legen ihre Eier ab Mitte August in direkter Nähe von Wildbienennestern ab, die in trockener, regengeschützter Erde oder in Mauerspalten angelegt wurden. Die geschlüpften Larven der Ölkäfer überwintern an der Eiablagestelle, klammern sich im Frühjahr im Pelz der Wildbienen fest und lassen sich so in die Wildbienennester transportieren. Dort ernähren sich die Käferlarven von Pollen, Nektar und den Bieneneiern, verpuppen sich schließlich und schlüpfen als Käfer im August des folgenden Jahres. Durch Beobachtungen von Pelzbienen-Ölkäfern können somit auch Vorkommen und Nistplätze von Pelz- und Mauerbienen nachgewiesen werden.

Meldungen des Schmalflügeligen Pelzbienen-Ölkäfers oder anderer Ölkäfer-Arten bitte, wenn möglich auch mit Fotos, an Dr. Johannes Lückmann (sitaris@t-online.de).

Haben Sie interessante Wildbienen-Beobachtungen im Münsterland gemacht, dürfen Sie diese gerne bei Dr. Berit Philipp (b.philipp@nabu-station.de) melden.







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