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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

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Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

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Praktischen Naturschutz vor Ort kennen lernen

Angehende Agrarreferenten in der Ausbildung zu Gast auf Haus Heidhorn

20. November - Praktischen Naturschutz vor Ort kennen lernen: Am vergangenen Freitag, den 16. November, besuchten sechs Agrarreferendare des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW in Begleitung ihres Mitausbilders Peter Schütz (stv. Pressesprecher MULNV) die NABU-Naturschutzstation Münsterland auf Haus Heidhorn in Münster-Hiltrup.

Die Ausbildung zum Agrarreferenten bereitet auf den höheren agrarwirtschaftlichen Dienst des Landes NRW vor mit Aussicht auf eine Anstellung bei der Landwirtschaftskammer oder anderen leitenden Tätigkeiten im öffentlichen Dienst. Der Besuch einer nach dem Förderkonzept des Landes NRW anerkannten Biologischen Station gehört regelmäßig zur Ausbildung der zukünftigen Agrar-Referenten, die bereits ein Hochschulstudium der Agrarwissenschaften oder vergleichbarer Studiengänge abgeschlossen haben.

Einleitend stellte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Aline Förster die Aufgaben, aktuellen Projekte und Finanzierung der NABU-Naturschutzstation Münsterland vor. Dabei stießen naturgemäß die Projekte in Kooperation mit der Landwirtschaft auf großes Interesse.

Im Mittelpunkt stand danach der Kiebitzschutz. Dabei ging Aline Förster zunächst darauf ein, dass durch die heutige intensive Landbewirtschaftung zum einen der Lebensraum für viele Vogelarten, blühende Pflanzenarten und dadurch auch Insekten als Nahrungsgrundlage schwindet und zum anderen die frühe Befahrung der Äcker im Frühjahr die Gelege der Kiebitze zerstört. Anschließend ging es ins Detail: von der Drohnenschulung als Einarbeitung für die Nestsuche, über die Nestmarkierung bis hin zum Einsatz der Landwirte, die die markierten Nester bei der Bodenbearbeitung umfahren.

Zusätzlich bieten sogenannte Kiebitz-Inseln, bei denen etwa 0,5 bis 1 ha Ackerfläche unbearbeitet bleiben, den Bodenbrütern Schutz vor Feinden und es können sich Wildpflanzen ausbreiten, die wiederum Insekten anziehen und so den Kiebitzen Nahrung bereitstellen. Dadurch wird die Vitalität der Küken erhöht, so dass sie gegenüber klimatischen Bedingungen besser gewappnet sind und sich besser vor Fraßfeinden ("Prädatoren") verstecken bzw. vor ihnen flüchten können. Die gute Zusammenarbeit zwischen Naturschützern, Landwirten, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, der Landwirtschaftskammer und den Unteren Naturschutzbehörden des Kreises Warendorf und der Stadt Münster kann bereits erste Erfolge verzeichnen.

Bei einem abschließenden Rundgang über das Gelände von Haus Heidhorn erläuterte Stephan Grote den Auszubildenden die laufenden Umbauarbeiten im Rahmen des Projektes "Natur für alle" für barrierefreies Naturerleben und stellte die neu angelegte Streuobstwiese mit alten Sorten vor. Dabei wurden Themen rund um Fördermöglichkeiten von Streuobstwiesen, z.B. aus dem europäischen ELER-Programm, und der Obstsortenerhalt angesprochen. U.a. wurde dazu auch die Technik des Verdelns erklärt.

Aufgrund der gleichzeitig stattfindenden Naturtrainer-Ausbildung war es möglich, dass die Referendare auch noch bei der Vorführung des Einsatzes eines Hütehundes zuschauen konnten. Eine kurze Erklärung unserer Schafrassen durch Jutta Luig-Beilmann rundete das Thema dann noch ab.

Die Auszubildenden waren beeindruckt von der Arbeit der NABU-Naturschutzstation Münsterland und schlossen den Tag mit einem Rundgang zu Themen der Umweltbilung im Kontext einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ab.




Die angehenden Agrarreferenten mit Stephan Grote (links) von der NABU-Naturschutzstation Münsterland (Foto: Aline Förster)




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