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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Startseite: NSG-Betreuung > NSG/FFH-Gebiet Emsaue > Beweidungsprojekt „Erlebte Emslandschaft“ > Wildpferde

Wildpferde an der Ems

Wildpferde haben in Westfalen eine lange Tradition. Doch selbst die Dülmener Wildpferde gelten als weniger ursprünglich und "wild", als ihre ostpolnischen Verwandten, die Koniks. Sie besitzen viele echte Wildpferdemerkmale und werden aufgrund ihrer Genügsamkeit und ausgeglichenen Charakters gerne gemeinsam mit den Auerochsen zur Landschaftspflege in Projekten mit ganzjähriger Weidehaltung eingesetzt.



Bis Anfang des 19. Jahrhunderts gab es zahlreiche Wildgestüte, darunter eines in der Davert. Erhalten blieben nur die bekannten Dülmener Wildpferde im Merfelder Bruch. Konik-Pferde gelten heute als die ursprünglichste Pferderasse Europas und ähneln ihren ausgestorbenen wilden Verwandten, den Tarpanen, sehr: Die graue Fellfarbe, der dunkle Aalstrich auf dem Rücken, dunkle Beinstreifen und die schwarze Mähne mit heller „Hülse“ werden zu den Wildpferd-Merkmalen gezählt.

 

Koniks zählen zu den seltenen Tierrassen, an deren Erhalt sich der NABU beteiligt. Sie zeichnen sich durch ihre große Robustheit aus, so dass eine ganzjährige Freilandhaltung unproblematisch ist. Durch das im Winter dichtere Fell und den sich auf die kargere Winternahrung einstellenden Verdauungsapparat sind sie, wie ihre wilden Vorfahren, an die mitteleuropäischen Winter angepasst.

Inzwischen werden auf den Weideflächen in der Emsaue drei Konikherden gemeinsam mit den Auerochsenherden gehalten. Die Mischbeweidung hat mehrere Vorteile: Das Beweidungsverhalten ergänzt sich positiv, es kommt nicht zu der oft bei Pferdehaltung zu beobachtenden Entwicklung von "Lägerfluren" und der Parasitendruck wird für beide Weidetierarten reduziert.







 







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