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Startseite: NSG-Betreuung > NSG/FFH-Gebiet Emsaue > Beweidungsprojekt „Erlebte Emslandschaft“ > Emsaue Vadrup

Emsaue Vadrup

"Die Emsaue Vadrup wird heute vom NABU als extensiv genutzte "Auerochsen"- und Wildpferdeweide genutzt. Auf dem 29,6 ha großen Areal im Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen hat das Staatliche Umweltamt Münster abgetrennte Flussschleifen wieder an die Ems angeschlossen, das Steinkorsett von Uferböschungen beseitigt und dem Fluss dadurch zu neuer Lebendigkeit verholfen. Eisvögel, Uferschwalben sowie seltene Laufkäfer, Wildbienen und Grabwespen haben die neu entstandenen Uferabbrüche und Sandbänke wieder besiedelt.

Aus einem Tierschutzfall übernommene Koniks

In der „Emsaue Vadrup“ kaufte das Land NRW seit 1990 Flächen für die Umsetzung des Emsauenschutzkonzeptes auf. Mehrere bei der Begradigung der Ems abgetrennte Altarme wurden wieder angebunden, so dass sich Uferabbrüche bilden konnten. Im Rahmen des vom NABU organisierten Emsaktionstages im Sommer 2003 wurden mit weit über 100 ehrenamtlichen Helfern und der Unterstützung des Staatlichen Umweltamtes Münster weitere Flussuferbereiche von den Steinschüttungen befreit.

Die im Überschwemmungsbereich der Ems gelegenen ehemaligen Ackerflächen der „Emsaue Vadrup“ wurden in Grünland umgewandelt. Durch den Auftrieb der dort ganzjährig weidenden Auerochsen im November 2004 sowie der Koniks im August 2005 werden positive Impulse auf die Entwicklung der Flächen und ihre Besiedlung durch Pflanzen und Tiere erwartet.

Das Weidegebiet kann vom EmsAuenRadweg und von einer an der Emsbrücke stehenden Aussichtskanzel aus eingesehen werden. Zur Zeit beweiden neun Heckrinder die Fläche. Sie haben Gesellschaft von sieben Koniks.

Aufgrund der Größe der Weideflächen sind die Auerochsen und Koniks nicht von jedem Aussichtspunkt jederzeit zu sehen. Die Herden nutzen im Tagesverlauf einen Großteil der Fläche und sind sehr mobil. Die Wahrscheinlichkeit von Tierbeobachtungen ist auf der Fläche Vadrup wegen des parallel verlaufenden Emsauen-Radweges allerdings recht hoch. Für sichere Tierbeobachtungen empfehlen wir an einer Führung der NABU-Naturschutzstation teilzunehmen. Termine finden Sie auf den entsprechenden Seiten dieser Homepage, in der aktuellen Ausgabe der Naturzeit und in der Tagespresse.

Der gefährdete Heidegrashüpfer besiedelte die Emsaue "Vadrup" nach Beginn des Beweidungsprojektes neu.



Der imposante Auerochsenstier stammt aus dem Wulfener Bruch bei Magdeburg.Uferabbruch an der Ems im Bereich der Emsaue Vadrup.
Nach der Renaturierung ist die Emsaue Vadrup zu einer abwechslungsreichen Landschaft geworden.

Abgrenzung des Beweidungsgebietes in der Emsaue Vadrup (orange).







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