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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Haus Heidhorn
Westfalenstr. 490
48165 Münster

Tel. 02501 - 9719433
Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

Bankverbindung:
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BLZ 400 501 50
Konto-Nr. 26 00 52 15

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Startseite: NSG-Betreuung > NSG/FFH-Gebiet Emsaue > Beweidungsprojekt „Erlebte Emslandschaft“

Serengeti an der Ems

Beweidung gehört zu den Schlüsselprozessen in mitteleuropäischen Ökosystemen. Für die Lebensräume an der Ems gilt dies aufgrund der Landschaftsgeschichte ganz besonders. Die NABU-Naturschutzstation setzt daher für die Naturentwicklung in der Emsaue seit dem Jahr 2004 "Auerochsen" und Wildpferde ein. Als Modellvorhaben im Rahmen der REGIONALE 2004 gestartet, soll es der Erhaltung und Förderung der Biodiversität dienen, aber auch einen Beitrag zu einem attraktiveren Naturerlebnis und zum Fremdenverkehr leisten.

Für viele Lebensräume im Emstal und die darin lebenden Tier- und Pflanzenarten ist die Beweidung ein Lebensraum erhaltender Faktor. Große Pflanzenfresser wie Rind und Pferd wirken in dem Ökosystem so, wie Spechte für höhlen-bewohnende Vögel und Fledermäuse: Sie schaffen bei extensiver Beweidung zum Beispiel Lebensraum für Neuntöter, seltene Heuschrecken- und Wildbienenarten. Die Häufigkeit von Großinsekten (z.B. Dungkäfer, blütenbesuchende Insekten, Heuschrecken) ist sehr hoch, so dass Neuntöter und viele Fledermausarten davon profitieren.

Extensiv genutzte Weidelandschaften sind heute sehr selten geworden, waren aber früher in den Emsauen der dominierende Landschaftstyp. Sie zeichnen sich aus durch ein Mosaik aus Grünland, Staudenfluren, eingestreuten Gebüschgruppen und Altbäumen.

Um diesen Landschaftstyp im Emstal wieder zu fördern, wird mit dem REGIONALE-Projekt „Erlebte Emslandschaft“ der Einsatz robuster Weidetierrassen als „Landschaftspfleger und –gestalter“ sowie zur Entwicklung einer für den Erholung und Naturerlebnis suchenden Naturfreund/Naturfreundin attraktiven Landschaft erprobt.

In drei Emsauenarealen zwischen Telgte und Handorf (s.Karte unten) wird eine extensive Ganzjahresweide ohne Zufütterung und Düngung von der NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V. betrieben. In den weiträumigen Gebieten weiden "Auerochsen" und Konikpferde in einer Dichte von max. 0,5 Tiere/ha. Die Tierzahl ist auf die natürliche Tragfähigkeit des Lebensraums zugeschnitten, so dass außer bei Extrembedingungen nicht zugefüttert wird. Unter der Obhut der landwirtschaftlich geschulten und erfahrenen Betreuern ist für alle Lebensbedürfnisse der Weidetiere gesorgt. Überwacht wird eine ausreichende Futterversorgung, das Angebot an Wasser und die Tiergesundheit. Baumreihen, Hecken und kleine Waldstücke sind in die Weiden integriert und sorgen für Sonnen- und Windschutz. Auch an hochwassersichere Weidebereiche ist gedacht. Beide Weidetierarten leben in einem Sozialverband aus weiblichen und männlichen Tieren sowie dem Nachwuchs von ein bis zwei vorangegangenen Jahren. Die großräumigen Weiden lassen ihnen Raum für die Entfaltung ihres natürlichen Verhaltensrepertoires, so dass sie täglich Wanderungen zu den gerade beliebtesten Weidegründen unternehmen.

Diese Haltungsform der Rinder und Pferde ist somit nach Überzeugung des NABU in besonderer Weise geeignet, dem Tierschutzgedanken Rechnung zu tragen. 

Die Weidetiere helfen durch das Beweiden der Grünlandflächen und Gewässerufer dabei, dass die Flächen nicht vollständig verbuschen und sich vielfältige Lebensräume entwickeln können. Das Projekt wird von einem wissenschaftlichen Untersuchungsprogramm begleitet, bei dem die Entwicklung von Biotopstrukturen, Brutvogel-, Amphibien, Heuschrecken-, Stechimmen- und Laufkäferbeständen dokumentiert wird. Es werden Rückschlüsse darüber erwartet, ob sich die extensive Beweidung als Schutzinstrument für die Förderung der emsauentypischen Tier- und Pflanzenwelt eignet.

Die bisherigen Ergebnisse und Erfolge sind so überzeugend, dass die NABU-Naturschutzstation ähnlich konzipierte Beweidungsprojekte auch an anderen Stellen im Emstal und weiteren Schutzgebieten des Münsterlandes umsetzen möchte.

Unterstützt wird der NABU bei dem Projekt vom Kreis Warendorf, der Stadt Telgte, der Stadt Münster, dem Amt für Agrarordnung Coesfeld, dem Staatlichen Umweltamt Münster, der Bezirksregierung Münster, der NRW Stiftung für Naturschutz, Heimat und Kulturpflege, der Heinz Sielmann Stiftung, der HIT-Umwelt- und Naturschutzstiftung und dem Institut für Landschaftsökologie der Westfälischen Wihelms-Universität Münster.

Soweit Auffälligkeiten in den Weidegebieten festgestellt werden, wird darum gebeten, diese umgehend an die Betreuer zu melden:

Hugo Lütke Bexten: 0163-6852724 bzw. 02584-1434 oder
Kristian Mantel: 0163-1701221 bzw. 02501-9719433

 








 




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