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NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Fax: 02501 - 9719438
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Startseite: NSG-Betreuung > NSG/FFH-Gebiet Davert

Davert

Im überwiegend waldarmen Münsterland nimmt die Davert eine herausragende Stellung ein. Nicht nur dass sie zusammen mit der angrenzenden Hohen Ward das größte zusammenhängende Waldgebiet im zentralen Münsterland darstellt, auch ihre Vielfalt und bemerkenswerte Ausstattung an Lebensräumen und Arten macht sie zu dem, was sie ist: ein Wald- und Schutzgebiet von europäischem Rang.

Die Davert in der Übersicht.

Charakteristisch für die Davert und in dieser Größe und Qualität einzigartig in Nordwestdeutschland sind die ausgedehnten Eichen-Hainbuchenwälder. Diese stehen aufgrund kleinräumig wechselnder Bodenverhältnisse in engem Kontakt zu bodensauren, trockeneren Eichen-Buchenwäldern oder zu grund- und stauwassergeprägten Bruch- und Auenwaldstandorten. Mit der Ausweisung eines über 2200 ha großen Naturschutzgebietes und der Meldung als FFH- bzw. Natura 2000-Gebiet wurde eines der bedeutendsten Verbreitungszentren der Eichen-Hainbuchenwälder in Deutschland gesichert und eine Grundlage geschaffen für den Lebensraumerhalt zahlreicher Arten, die eine starke Bindung an Eichenwälder zeigen.

Erlen-Bruchwald. Eichen-Hainbuchenwald in der Naturwaldzelle "Amelsbüren".

Einer der bekanntesten Vertreter dieser Artengemeinschaft ist der Mittelspecht. Mit über 100 Brutpaaren beherbergt die Davert die größte nordrhein-westfälische Population dieser stark gefährdeten Vogelart. Mit Schwarzspecht, Neuntöter, Rotmilan, Wespenbussard und zahlreichen anderen Arten ist nicht nur die Avifauna des Gebiets beeindruckend. Bemerkenswert sind auch der mit bisher 8 nachgewiesenen Arten überaus reiche Fledermausbestand und eine in dieser Artenfülle im Münsterland nur selten anzutreffende Tagfalterfauna.

Mittelspecht. Die "Teufelseiche". Rotmilan.




Diese Vielfalt hängt vor allem auch damit zusammen, dass die Davert kein geschlossenes Waldgebiet darstellt, sondern aus mehreren Wäldern besteht, die eng mit einer vielerorts noch hecken- und grünlandreichen Offenlandschaft verzahnt sind. Nicht wenige der zahlreichen gefährdeten Tierarten benötigen gerade dieses Nebeneinander unterschiedlicher Lebensraumtypen, z.B. reich strukturierte Waldränder in der Nähe von blütenreichen Wiesen und Staudenfluren. Hier brütet der Neuntöter, und seltene Schmetterlinge wie Kaisermantel und Kleiner Eisvogel nutzen das reiche Blütenangebot.

Extensivgrünland in der Davert.

Das gerade im Frühjahr nasse Gebiet ist auch für Amphibien und Reptilien ein Eldorado. Neben recht häufigen Arten sind an flachen, sonnigen Kleingewässern auch Kammmolche anzutreffen und mit etwas Glück Ringelnattern und gar Kreuzottern beim Sonnenbad zu beobachten. Erst in jüngster Zeit konnte in der Davert das bisher landesweit bedeutendste Vorkommen der stark gefährdeten und über die FFH-Richtlinie besonders geschützten Helm-Azurjungfer nachgewiesen werden. Ihr Lebensraum, der Emmerbach, wurde aus diesem Grund als FFH-Gebiet nachgemeldet.

Fledermaus. Ringelnatter. Kreuzotter.




In der Davert greift die NABU-Naturschutzstation Münsterland, finanziell unterstützt durch die Stadt Münster, seit 1997 das Thema Waldnaturschutz auf und setzt sich für die Sicherung und Förderung dieser vielfältigen Wald- und Kulturlandschaft ein. Mit dem Ziel, die für die Davert charakteristischen und gefährdeten Arten, Biotope und Landschaftselemente zu erhalten, werden naturschutzrelevante Daten zu Flora und Fauna erhoben, Naturschutzkonzepte entwickelt und in enger Zusammenarbeit mit den Eigentümern und den zuständigen Behörden zahlreiche Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen umgesetzt und eine intensive Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit für die Davert praktiziert.

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