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NSG Brunsberg und Kerbtal

NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
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Westfalenstr. 490
48165 Münster

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Fax: 02501 - 9719438
E-Mail: info@NABU-Station.de

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NSG Brunsberg und Kerbtal



Baumreihe im NSG Brunsberg

Das Gebiet, seit 1956 als NSG ausgewiesen, umfasst in der flach gewellten Landschaft der Beckumer Berge drei altholzreiche Laubwaldbestände auf staufeuchtem Kalkmergel, die durch eine große Brachfläche getrennt sind. Im Süden des Gebietes verläuft ein naturnaher Bach in einem tief eingeschnittenen Bachtal mit Eschen-Auenwald. Das nördliche Waldgebiet stockt auf dem lang gestreckten Höhenrücken des Brunsberges. Am östlichen Unterhang dominieren alte, oft totholzreiche Eichenwälder und Pappelforste, die eine gut entwickelte Kraut- und Strauchschicht aufweisen und in denen der hohe Anteil der Waldrebe besonders auffällt. Auch der strauchreiche Waldrand ist gut entwickelt und durch dichte Waldreben-Schleier geprägt. Der östliche Oberhang und der Westteil wird von alten Buchenwäldern eingenommen, in denen einzelne Exemplare über 100 cm Stammdurchmesser aufweisen.

Im Buchenwald ist auch ein relativ hoher Anteil an stehendem und liegenden Totholz erhalten. Die Buchenbestände weisen zumeist eine nur mäßig entwickelte Kraut- und Strauchschicht auf und sind dem Waldmeister-Buchenwald zuzuordnen. Im Nordwesten stockt ein größerer, alter Fichtenbestand sowie an der Nordgrenze ein lichter Pappelforst mit gut entwickelter Krautschicht. Ansonsten sind kleinflächig im Westen Eschen reiche und im Zentrum Feldahorn reiche Waldbestände mit zumeist gut entwickelter Kraut- und Strauchschicht sowie ein kleiner Birken-Bestand vertreten. In den Wäldern halten sich u.a. auch Buntspechte, Pirol und Kleiber auf, die in NRW besonders geschützt werden.

Im Südwesten ist eine kleine Freifläche vorhanden, die v.a. mit Riesen-Goldrute, Land-, Reitgras und Waldrebe bewachsen ist. Der Wald im Westen grenzt fast an den Parkplatz der Bundesautobahn A2 an. In der Nähe des Parkplatzes finden sich im Wald oftmals Beeinträchtigungen durch Besucher des Rastplatzes z.B. Müll oder Trittschäden. Die früher hier vorkommenden Orchideen sind nicht mehr festzustellen.

Im Süden grenzt an den Höhenzug des Brunsberges eine weitgehend ebene Brachfläche, in der v.a. Riesen-Goldrute, Land-Reitgras und Wasserdost dominieren. Feuchtezeiger wie Kohl-Distel und Wald-Engelwurz sind regelmäßig eingestreut, erreichen aber nur lokal höhere Deckungsanteile. Die Brache ist durch einzelne Bäume und Sträucher schwach strukturiert. Am Westrand der Brachfläche stockt eine alte Hecke, am Südrand wächst ein größeres Schlehen-Gebüsch. Östlich der Brache stockt auf ebenfalls fast ebenem Gelände und zum Teil staunassen Böden im Norden ein größerer Pappelbestand, im Süden ein Eichen- bzw. Hainbuchen-Eichenwald mit gut entwickelter Kraut- und Strauchschicht.

Im Wald verläuft von Südost nach Südwest ein nur schwach eingetiefter, naturnaher Bach, an dessen Ostufer bereichsweise durchgewachsene Kopf-Hainbuchen stocken. Westlich des Waldes verläuft der Bach, gesäumt von einem schmalen Gehölzstreifen, in etwas gestreckterem Lauf am Rand der großen Brachfläche und mündet am Nordostrand des südlichen Waldes in einen Stauteich. Der von Nordosten eindringende Bach hat in diesem Teilgebiet ein bis 10 m tiefes Kerbtal (Siepen) eingeschnitten, in den von Norden und Nordosten kleine Nebensiepen einmünden. Der nordöstliche Nebensiepen beginnt mit teils von Brennnessel, teils von Gehölzen dominierten Böschungen in einer Ackerfläche. Innerhalb des Siepen verläuft der Bach in der bis zu 30 m breiten Sohle naturnah, lokal ebenfalls mit kleinen Sickerquellbereichen. Die Talsohle wird vor allem im Süden von lückigem Erlen-Eschenwald eingenommen. Nach Süden setzt sich der Siepen mit dem naturnahen Bach auf Soester Kreisgebiet fort und ist dort ebenfalls als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im Norden dieses Waldgebietes ist der Bach zu zwei Teichen aufgestaut, die durch einen Wegdamm voneinander getrennt sind. Der nördliche Teich ist mit Wasser bespannt und einer dichten Wasserlinsendecke sowie Laichkraut-Herden bedeckt, der südliche Teil ist weitgehend trocken gefallen und mit Röhrichten bewachsen.

Stauteich im NSG Brunsberg Graben, der sich durch das NSG zieht Strauch- und Waldvegetation im NSG


Westlich der Teiche sind am Wegrand auf einer Böschung kleine Reste der früheren Halbtrockenrasen-Vegetation erhalten. Der im Osten an den Wald bzw. den Bachlauf angrenzende Acker ist zwischenzeitlich überwiegend mit Laubgehölzen aufgeforstet worden, wobei lokal viele der gepflanzten Gehölze ausgefallen sind. Nur ein kleiner Bereich des NSG wird noch ackerbaulich genutzt.

Dem Gebiet mit seinen naturnahen, alt- und totholzreichen Waldbeständen sowie dem naturnahen Quellbach in einem morphologisch markanten Siepen stellt zusammen mit benachbarten Waldbeständen einen zentralen Baustein im Biotopverbund der Laubwälder und Fließgewässer im Raum Beckum dar und sollte daher auf jeden Fall erhalten bleiben.

 







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