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Ton- und Mergelkuhlen im Kreis Höxter

Die Landschaftsstation im Kreis Höxter kümmert sich um die letzten Rückzugsgebiete im Kalkbergland Ostwestfalens.

Im kalksteingeprägten Mittelgebirge des östlichen Westfalen ist der Laubfrosch nie allzu häufig gewesen. Es fehlt aufgrund der Verkarstung an geeigneten Stillgewässern. Der wärmeliebende Geselle bevorzugt außerdem eher das Tiefland. Geeignete Laichgewässer standen oft nur in Form der Dorfteiche und Kleingewässer in Mergel- oder Tongruben zur Verfügung. Während der Lebensraum Dorfteich bereits Mitte des 20. Jahrhunderts vom Laubfrosch aufgegeben wurde, konnte er sich in einigen Abgrabungen bis heute erfolgreich behaupten.

Aufbauend auf einer Bestandserfassung durch den Naturkundlichen Verein Egge-Weser (NEW) entwickelte die Landschaftsstation im Kreis Höxter zusammen mit dem NABU Höxter und dem NEW ein Hilfsprogramm, welches dann in großen Teilen im Rahmen des landesweiten Projektes „Ein König sucht sein Reich“ umgesetzt wurde.

Schwerpunkt war die Optimierung der Lebensräume in den Ton- und Mergelgruben des nördlichen Kreises Höxter. Darüber hinaus wurden in den Bachtälern als Hauptausbreitungskorridoren in der ansonsten gewässerarmen Landschaft zahlreiche Kleingewässer angelegt, um einen Verbund zwischen den isoliert liegenden Vorkommen herzustellen.

Die Arbeiten zum Biotopverbund wurden in Kooperation mit dem Amt für Agrarordnung in Warburg, den Oberen und Unteren Landschaftsbehörden in Detmold und Höxter sowie Sponsoren aus der Wirtschaft in den Jahren 2001 bis 2006 umgesetzt.

Das Engagement aller Projektbeteiligter hat sich gelohnt – die Zahl der rufenden Tiere hat sich von 152 auf 306 erhöht, die angebotenen Trittsteine in den Bachauen wurden angenommen. Der Laubfrosch hat sich somit aufgemacht, verlorenes Terrain wieder zurückzuerobern.  

Die Viefleck-Libelle profitierte auch von den Schutzmaßnahmen. Foto: Frank GraweAuch der Fieberklee kommt im Bereich der Laubfroschbiotope vor. Foto: Frank GraweLaubfrosch. Foto: Frank Grawe

In der Tongrube Rath wurden Schutzmaßnahmen durchgeführt. Foto: Frank Grawe